„Beekscheepers“ stecken in den Vorbereitungen für das 21. Internationale Beeke-Festival

Fest im Sattel für das Folklorefest

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Blicken dem Beeke-Festival gelassen entgegen: Klaus Bödecker (v.l.), Matthias Trochemowitz und Jörn Klee.

Scheeßel - Von Lars Warnecke. Wenn mehr als 8000 Menschen ein Fest besuchen und die meisten im Zweijahresturnus wiederkommen wollen, dann kann das im Großen und Ganzen nicht schlecht sein. Das gilt für das Internationale Beeke-Festival auf dem Scheeßeler Museumsgelände auf jeden Fall. Ob die Tänzer und Musiker aus aller Herren Länder oder die Gäste aus der unmittelbaren Region: Die multikulturelle Stimmung im Ort kommt an, die Atmosphäre stimmt. Und so soll es, wenn es nach den Gastgebern, den „Beekscheepers“ geht, bei der 21. Auflage vom 15. bis 19. Juli auch bleiben.

Etwas war anders gestern Morgen, als die Verantwortlichen von der Scheeßeler Tanz- und Trachtengruppe Näheres zum Stand der Vorbereitungen für das Folklore-Festival, in Norddeutschland sicher das größte privat organisierte Fest seiner Art, kundtun wollten. Nicht nur, dass Jörn Klee, Matthias Trochemowitz und Klaus Bödecker sich eigens für den Pressetermin in Schale, sprich in ihre Trachten geworfen hatten.

Nein, Bödecker trat in diesem Zusammenhang auch erstmals nach seiner Anfang des Jahres vollzogenen Wahl zum „Beekscheepers“-Vorsitzender als solcher in Erscheinung. Und er, das merkte man dem neuen Vereinschef wie auch seinen Kompagnons an, ist noch immer die Ruhe in Person.

Dabei sind es nur noch 70 Tage hin, bis sich der Beeke-Ort wieder in einen Schmelztiegel der verschiedensten Kulturen verwanden wird. „Was die Planungen angeht, waren wir noch nie so früh so weit“, erklärt der Scheeßeler, der mit Blick auf sein Amt in die Fußstapfen von Jörn Klee getreten war. Das betreffe nicht nur den sich über fünf Tage erstreckende Programmablauf, der mit einer lateinamerikanischen Nacht, einem Festumzug und einem großen Abschlussfeuerwerk nur drei von vielen Höhepunkten bereithält, sondern auch die Unterbringung der sieben Folkloregruppen, die dieses Mal aus Spanien, den USA, Deutschland, Rumänien und erstmals auch aus Chile, Paraguay und Martinique anreisen werden.

„Wir haben schon sehr guten Rücklauf bekommen von Familien, die unsere internationalen Gäste bei sich aufnehmen wollen“, so Bödecker. Soll heißen: Fünf der sieben Gruppen hätten schon ein Quartier gefunden. Für die verbliebenen Formationen könnten sich Freiwillige noch gerne bereiterklären. „Unsereins kümmert sich dann um die Gäste, sie müssen von den Quartiergebern also nicht die Zeit ihres Aufenthaltes über umsorgt werden“, ergänzt Jörn Klee.

Was das Beeke-Festival, welches seit dem Jahr 1975 alle zwei Jahre über die Bühne geht und seitdem 54 Nationen nach Scheeßel geführt hat, seinen Worten nach besonders mache: „Uns geht es um das Kennenlernen zwischen den Gastfamilien und den Gruppen, und nicht darum, die Gastgruppen zu verheizen. Es gibt Festivals, da stehen die Formationen von frühmorgens bis spätabends in ihren Trachten auf der Bühne und legen einen Auftritt nach dem nächsten hin – so etwas passiert bei uns nicht.“ Ein Merkmal dieser Kennenlernmentalität seien die zahlreichen Ausflüge und Unternehmungen, die jenseits des Show-Programms stattfinden würden.

Und noch etwas sei ein Alleinstellungsmerkmal, ergänzt Matthias Trochemowitz, Pressewart des 550 Mitglieder zählenden Vereins: „Wir haben die jetzt teilnehmenden Gruppen während unserer Besuche auf anderen Festivals größtenteils persönlich zu uns nach Scheeßel eingeladen.“ So habe man die Flut an Online-Bewerbungen, Trochemowitz spricht von Zahlen im dreistelligen Bereich, auch diesesmal dankend ablehnen müssen.

Keine Frage, das Internationale Beeke-Festival hat sich über die Jahre hinweg zu einem Megaspektakel mit tausenden Besuchern und Schaulustigen entwickelt. „Im Gegensatz zu den meisten anderen Veranstaltungen liegt unser Festival aber nicht in öffentlicher Hand“, betont Jörn Klee, der in diesem Zusammenhang auch auf den steigenden Kostendruck und strengere Auflagen durch den Landkreis hinweist. „Dennoch – in all den Jahren haben wir immer schwarze Zahlen geschrieben“, verkündet er stolz.

Wer Interesse hat, Gästegruppen für die Zeit des Festivals bei sich aufzunehmen, kann sich mit Tanja Rathje unter der Telefonnummer 04263/912468 in Verbindung setzen.

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