Einwohner-Beteiligung läuft

Nächstes „Combi“-Etappenziel vor Augen

+
So könnte er einmal aussehen, der „Combi“-Vollsortimenter in Scheeßel.

Scheeßel - Von Lars Warnecke. Wie geht es voran beim geplanten Vollsortimenter für Scheeßel? Über das „Wie“ ist in den politischen Gremien hinlänglich gesprochen worden, sind die Details zum Neubau, mit dem sich der Investor, die Firma Bünting zwischen Mühlenstraße und Bremer Straße ansiedeln will, weitestgehend festgezurrt. Nur ab wann die Bürger ihre Einkäufe in dem „Combi“ erledigen können, darüber lässt sich auch vier Jahre, nachdem das Projekt erstmals bekannt gemacht worden war, weiterhin nur spekulieren.

Ganze 61 Seiten umfasst der Stapel, über dem derzeit noch in Rotenburg, bei der Planungsgesellschaft Nord (PGN), zwecks Prüfung gebrütet wird. 61 Seiten, auf denen all jene Bedenken und Anregungen nachzulesen sind, die im Vorjahr im Laufe einer zweiten öffentlichen Auslegung des Bebauungsplanentwurfes im Scheeßeler Rathaus eingegangen waren. Teilweise, sagt Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele (CDU), würden auch noch ergänzende Gutachten eingeholt. Die Satzung müsste dann nur noch öffentlich bekanntgemacht werden. Sie ist zuversichtlich, dass die Abwägungsvorschläge im April dem gemeindlichen Bau- und Planungssausschuss zur Entscheidung vorgelegt werden können. „Der Rat könnte sich dann noch im selben Monat abschließend damit befassen und den Bebauungsplan beschließen.“

Das wäre in der Tat ein wichtiges Etappenziel auf dem Weg hin zum neuen Vollsortimenter. In der Bünting-Firmenzentrale im ostfriesischen Nortmoor zeigt man sich jedenfalls optimistisch, schon bald den Bauantrag stellen zu können. Man gehe gegenwärtig davon aus, dass das B-Plan-Verfahren im April zum Abschluss gebracht werde, erklärte eine Unternehmenssprecherin auf Nachfrage. Werde die Baugenehmigung erteilt, dürften danach schon bald auf dem in bester Ortslage gelegenen Areal die ersten Bagger anrollen. Nach etwa neun Monaten, heißt es bei Bünting, könnte der „Combi“ dann eröffnet werden.

Einwände würden Zeitplan sprengen

Ob es tatsächlich im April mit dem Satzungsbeschluss klappt, hänge laut Dittmer-Scheele davon ab, ob keine wesentlichen Änderungen im Entwurf notwendig werden. „Das kann derzeit nicht beantwortet werden, da die Einwände ja gerade geprüft werden“, verdeutlicht die Verwaltungschefin.

Kritik an dem Vorhaben kommt vor allem aus den kleineren Nachbargemeinden. Lauenbrück fürchtet beispielsweise, dass die dortige kleine Edeka-Filiale wegen Kundenabwanderung schließen müsste, sollte ein Combi-Markt in Scheeßel zugelassen werden. „Einige Einwender haben zum Ziel, dass die Verkaufsfläche des neuen Marktes (1800 Quadratmeter, Anm. d. Red.) dezimiert werden sollte“, so die Bürgermeisterin. „Damit wäre dann der neue Vollsortimenter weniger attraktiv gegenüber dem sehr großen in Scheeßel vorhandenen Edeka-Vollsortimenter.“ Für sie scheint es ein Kalkül zu sein, „den Combi-Markt dadurch möglicherweise ganz zu verhindern“.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Griechenland sagt Deutschland Rücknahme von Flüchtlingen zu

Griechenland sagt Deutschland Rücknahme von Flüchtlingen zu

Fernbus kippt um - 22 Verletzte bei Unfall nahe Rostock

Fernbus kippt um - 22 Verletzte bei Unfall nahe Rostock

Brückeneinsturz: Ursachensuche und Schuldzuweisungen

Brückeneinsturz: Ursachensuche und Schuldzuweisungen

Verhärtete Fronten im Streit zwischen USA und Türkei

Verhärtete Fronten im Streit zwischen USA und Türkei

Meistgelesene Artikel

Lars Kühnast und Meike Loewel holen sich die Titel

Lars Kühnast und Meike Loewel holen sich die Titel

Erfolgsgeschichte: Rotenburg kommt beim Stadtradeln auf Platz eins

Erfolgsgeschichte: Rotenburg kommt beim Stadtradeln auf Platz eins

Gasalarm am Brockeler Bussardweg - Baggerfahrer reißt Leitung auf

Gasalarm am Brockeler Bussardweg - Baggerfahrer reißt Leitung auf

Bötersener Dorfladen: 104 Gesellschafter im ersten Anlauf

Bötersener Dorfladen: 104 Gesellschafter im ersten Anlauf

Kommentare