Baugrundstücke in Scheeßel bleiben gefragt / Kämmerin: „Sehr zufriedenstellend“

Fleißige Häuslebauer

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Wie Pilze wachsen derzeit die Häuser im Baugebiet „Vor dem Varel“ aus dem Boden.

Lars Warnecke - Und wieder wurde Richtfest für ein Einfamilienhaus gefeiert. Im Scheeßeler Neubaugebiet Vor dem Varel geht es Schlag auf Schlag. Entsprechend zufrieden ist Doreen Rönckendorf mit der Entwicklung. Mehr als die Hälfte der Grundstücke sei schon verkauft, sagt die Gemeinde-Kämmerin, die optimistisch ist, dass auch der Rest bald weg ist.

Rund 3,4 Hektar Bauland bietet das derzeit größte, im Sommer vergangenen Jahres erschlossene Neubaugebiet in der Gemeinde. „Das verkaufen wir seit Ende 2013“, erläutert Rönckendorff. Bei ihr laufen die Fäden für das Areal zusammen. Die Bilanz sei entgegen ihrer eigenen Erwartung „absolut zufriedenstellend“, so die Kämmerin: 20 der insgesamt rund 34 Grundstücke mit jeweils 650 bis 1795 Quadratmetern Größe seien im ersten Bauabschnitt verkauft worden, für weitere acht gebe es unverbindliche Reservierungen. Entsprechend viele schmucke neue Häuser stehen denn auch bereits am Lauenbrücker, Sohlander, Tukumser und Teterower Weg. Bisher sind es ausschließlich Einfamilienhäuser – und das, obwohl der Bebauungsplan durchaus auch Doppelhaushälften zulässt.

Besonders freut sich Rönchendorf, dass bereits 30 Prozent der Grundstücke von auswärtigen Bauherren erworben wurden. „Das ist für Scheeßel sehr positiv zu sehen.“ Bauherren von außerhalb bedeuten Neubürger und die könne man gut gebrauchen, sei doch die Einwohnerzahl in den vergangenen Jahren auch im Beeke-Ort geschrumpft.

Die Wohnqualität hätte sich über die Ortsgrenzen hinaus herumgesprochen, nennt die Verwaltungsfrau einen Grund für das Interesse, nach Scheeßel zu ziehen. Das nördlich gelegene Neubaugebiet biete eine gute Infrastruktur für Familien und Berufspendler. Schule, Kindergarten, Spielplatz, Bahnhof – alles nicht weit entfernt.

Der Grundstückspreis sei natürlich auch ein Faktor, erklärt Rönckendorf. Ein voll erschlossener Quadratmeter koste 81 Euro. Stichwort Erschließung: „Sobald fast alle Grundstücke bebaut sind, wird die Gemeinde mit dem Endausbau der Straßen beginnen“, erläutert die Kämmerin.

Die bereits fertiggestellten Häuser zeichnen sich durch individuelle Gestaltung aus. Rote und helle Klinkersteine findet man dort ebenso wie dunklen Klinker und verputzte Fassaden. Die Dächer sind ebenfalls nicht einheitlich gedeckt – einheitlich rote Ziegel gibt es dort nicht.

Rönckendorf erläutert den Grund für die unterschiedlichen Baustile: „Wir verkaufen die Grundstücke ohne Bauträgerbindung.“ Bei der Gestaltung hätten die Häuslebauer also freie Hand.

Weitere Grundstücke sollen in einem zweiten Abschnitt ab Sommer 2016 auf den Markt kommen. „Einen genauen Aufteilungsplan hierfür gibt es noch nicht, aber es werden wohl auch wieder rund 30 sein“, sagt die Kämmerin.

Auch im aktuell zweitgrößten Neubaugebiet der Gemeinde an der Heinz-Fehling-Straße ist der Grundstücksverkauf gut angelaufen. Zwölf von insgesamt 19 Grundstücken seien bereits veräußert worden, so Rönckendorf, für vier weitere lägen Reservierungen vor. „Ein paar sind also noch zu haben.“ Auch diese werden keine Ladenhüter, blickt die Rathausmitarbeiterin optimistisch in die Zukunft.

Nähere Informationen zu den Baugebieten gibt es im Internetportal der Gemeinde Scheeßel.

www.scheessel.de

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