Bahn baut in Lauenbrück und Königsmoor 2,2 Kilometer Lärmschutz

Zug um Zug zu mehr Ruhe

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Präzisionsarbeit: Per Kran werden die einzelnen Module für die Leichtmetallwände an ihren Bestimmungsort gehievt.

Lauenbrück - Von Lars Warnecke. „Das hier ist ein Baustelle, die uns Spaß macht“, sagt Egbert Meyer-Lovis. Der Bahn-Sprecher lobt das Engagement der Bürger und der Gemeinde Lauenbrück. Dadurch sei es möglich, dass der Bau der Lärmschutzwände entlang der Bahnlinie in der Ortsdurchfahrt zügig in die Gänge gekommen sei und auch im Zeitplan liege. Bis Ende des Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Es rattert und vibriert am Lauenbrück Bahnhof – und das nicht nur wegen der vorbeirauschenden Züge. Seit Mitte des Jahres lässt die Deutsche Bahn nördlich der Schienen in Lauenbrück und Königsmoor zwei Schallschutzwände bauen. Mittlerweile ist das Projekt, das mir rund 2,9 Millionen Euro zu Buche schlägt und aus dem Programm „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“ finanziert wird, in der heißen Phase angelangt. Soll heißen: Rund um die Uhr – auch nachts und an den Wochenenden – sind die Bauarbeiter damit beschäftigt, die knapp drei Meter hohen Stahlpfähle über Schienenoberkante mit schwerem Gerät in das Erdreich einzulassen. Anschließend werden zwischen ihnen sogenannte hochschallabsorbierende Leichtmetallelemente eingesetzt. Obwohl nach Auskunft von Meyer-Lovis bereits moderne lärmgedämpfte Arbeitsgeräte zum Einsatz kämen, ließen sich Krach und Staub dennoch nicht gänzlich vermeiden.

Bis Ende Oktober sollen dann insgesamt 2180 Meter Lärmschutzwand stehen. Einige wenige Restarbeiten würden sich in den Folgewochen noch anschließen, so Meyer-Lovis. Einziger Wermutstropfen: Wegen der örtlichen Gegebenheiten könne ein Großteil der Wände nur vom Gleis aus errichtet werden – damit, sagt er, sei die Sperrung eines Gleises erforderlich gewesen. „Eine Herausforderung für die Baufirma“, weiß der Bahn-Sprecher. Zugreisende müssten also durchaus mit Einschränkungen rechnen.

Meyer-Lovis ist sich sicher: Für die Bürger, die in der Nähe der Trasse wohnen, werde sich eine deutliche Verbesserung ergeben. Um rund zwölf Dezibel, so schätzt er, werde der Lärm dank der lärmabsorbierenden Wände abnehmen, „das ist mehr als die Hälfte des derzeitigen Höreindrucks“.

Mehr als 180 Wohneinheiten befinden sich in unmittelbarer Nähe zu den Lärmschutzwänden, „aber auch weiter von der Strecke entfernt liegende Häuser und Wohnungen werden von der Maßnahme mit aller Sicherheit profitieren“, verspricht der Unternehmenssprecher.

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