Axel Kaiser vom Restaurant Rauchfang in Oldenhöfen kocht live vor Fernseh-Publikum

Kulinarisches aus der Glotze

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Axel Kaiser steht lieber hinter den Töpfen als im Rampenlicht – am kommenden Mittwoch muss er beides.

Oldenhöfen - Von Ulla Heyne. Dass er mal als Fernsehkoch agieren würde, hätte sich Axel Kaiser noch vor kurzem nicht träumen lassen. Zumindest, bis im November ein Anruf vom NDR kam: Ob man sich vorstellen könne, im Rahmen der Vorstellung einer Reihe von Landhäusern mit gehobener Küche in der Sendung „Mein Nachmittag – Meine Landküche”“ mitzuwirken?

Axel und Susanne Kaiser, die seit 1993 den „Rauchfang“ in Oldenhöfen betreiben, zögerten nicht lange. „Abgesehen davon, dass es spannend ist, mal zu erleben, wie Fernsehen gemacht wird, ist es eine Würdigung der Leistung unseres Teams – ohne die wäre der ganze Betrieb gar nicht möglich“, so der Geschäftsinhaber, Küchenchef und Küchenmeister, der unter anderem im Lafayette und einem Münchener Sterne-Restaurant die gehobene Küche erlernte, bevor er im Alter von 31 das mittlerweile gut 200 Jahre alte Haus übernahm. Gemeinsam mit seiner Frau und dem Team, inzwischen insgesamt zwölf Angestellte „vor und hinter den Kulissen“, bietet Axel Kaiser Kulinarik auf hohem Niveau – das wird den „Kaisers“ seit 15 Jahren zum Beispiel jedes Jahr wieder im Guide Michelin bescheinigt, wo es stets eine besondere Erwähnung für „Preis-Leistungsverhältnis“ und gute Servicequalität erhält.

Welcher Gast den Fernsehmachern den entscheidenden Tipp gegeben hatte, wurde das Ehepaar erst gewahr, als der Stammgast, „einmal im Jahr kurz vor Weihnachten“, Susanne Kaiser ansprach: „Hat mein Sohn sich bei Ihnen gemeldet?“ Er hatte, und auch gleich einen Termin für den Besuch des Fernsehteams ausgemacht. Vor einer Woche waren Moderator, Kamera- und Tonmann mehrere Stunden im kleinen Ort „am Ende der Welt“ zu Besuch, interviewten den Geschäftsführer des Traditionshauses, filmten beim Werkeln in der Küche und schauten sich um – „daraus wird dann ein dreiminütiger Trailer“, so Susanne Kaiser.

Besonders angetan sei der Mann hinter der Kamera von dem alten Kamin gewesen: „Der musste immer mindestens im Hintergrund sein.“ Angetan war auch ihr knapp 80-jähriger Schwiegervater, der sich nicht nehmen ließ, die Dreharbeiten live mitzuerleben: „Er verfolgt seitdem jede Ausgabe der Sendung und stellt schon Prognosen auf, ob wir Yared Dibaba als Moderator bekommen“, schmunzelt Susanne Kaiser. Denn am 24. Februar ist das Ehepaar im Hamburger Studio zu Gast, wo Axel Kaiser live ein Gericht für vier Personen zaubern und nebenbei über die Erfolgsgeschichte seines Restaurants Auskunft geben wird.

Ob er nervös sei? „Das wird sich wohl in Grenzen halten. Dass ich kochen kann, weiß ich ja, und bei allem Anderen wird mir wohl das Team helfen – die kamen im E-Mailverkehr schon sehr entspannt und sympathisch rüber!“, meint Kaiser, der wohl eigentlich lieber im Hintergrund bleiben würde.

Vorgestellt wird übrigens nicht nur das Restaurant im mehr als 200 Jahre alten Häuslingshaus selbst, sondern auch die Umgebung. „Als wir nach Ausflugstipps in der Gegend gefragt wurden, haben wir unter anderem das Heimatmuseum, die Moorbahn im Tister Bauernmoor und den Landpark Lauenbrück vorgeschlagen.“ Auch von dort brachte das Fernsehteam bewegte Bilder mit.

An den Umgang mit „Promis“ sind die Kaisers schon gewohnt, seit im Oktober Fußballlegende Karl-Heinz Rummenigge mit Familie zu Besuch war. Beim obligatorischen gemeinsamen Foto, bei dem sich der Fußballstar auch für die Münchener Zeiten des Kochs interessierte, lockte der ihn aus der Reserve: „Jetzt kommen Sie endlich mal mit einem richtigen Kaiser aufs Bild.“

Was Kaiser kocht und für welches der drei eingereichten Gerichte sich die NDR-Redaktion entschieden hat, muss übrigens noch geheim bleiben – nur so viel: „Es wird maritim!“ Wenn das Rezept nach der Sendung von 16.10 bis 17.10 Uhr zum Nachkochen unter www.ndr.de/fernsehen/sendungen/mein_nachmittag/rezepte online gestellt wird, steht er schon längst wieder in der Küche im „Haus am Ende der Welt“: „Wir wollen unser Team nicht länger als nötig allein lassen!“

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