34. Heringsessen der Bundeswehr, Sparkasse und Gemeinde in Scheeßel

Austausch bei Fisch und Bratkartoffeln

Der Austausch zwischen den Bundeswehrsoldaten und Personen aus Politik und Wirtschaft steht im Mittelpunkt. Foto: Witte

Scheeßel - Von Farina Witte. Es ist eine mittlerweile schon lange gelebte Tradition in Scheeßel: Ein Mal im Jahr laden die Bundeswehr, die Gemeinde und die Sparkasse Scheeßel zum Heringsessen ein. Mit Gästen aus Politik und Wirtschaft wird dabei mit Hering und Bratkartoffeln auf dem Teller der Austausch großgeschrieben. Am Mittwochabend hat die 34. Auflage stattgefunden.

Dass diese Art des Austausches mit der Öffentlichkeit für die Bundeswehr immer wichtiger wird, betonte auch der mitorganisierende Hauptmann Tom Heßler der 3. Versorgungsbataillon 141 nach dem Vortrag, in dem die Soldaten über ihre Arbeit im Rahmen der großen Nato-Übung in Norwegen im vergangenen Jahr berichtet hatten. Das Heringsessen nutzt die Truppe, die Partner der Gemeinde Scheeßel ist, stets, um über ihre aktuelle Arbeit oder Einsätze zu berichten.

100 Soldaten hat Heßler aus seinem Bataillon nach Norwegen geschickt. Insgesamt 30 Nato-Nationen haben sich dort an der großen „Trident Juncture“-Übung beteiligt. Das Manöver gilt als größtes seit dem Kalten Krieg und sollte die erhöhte Einsatzbereitschaft der Very High Readiness Task Force trainieren.

Dementsprechend gehörte für die Truppe neben der eigentlichen Übung das Organisieren der Verlegung und Rückverlegung. Ein riesiger Aufwand, wie Oberleutnant Carola Brockschmidt erklärte. Sie verdeutlichte anhand von Zahlen, wie viel Material gebraucht wurde: 13 Schiffe und 8 Züge waren im Einsatz, 55 Flugzeuge brachten außerdem die Soldaten aus Deutschland – es waren natürlich nicht nur die Rotenburger dabei – zum Einsatzort. Besonders war, berichtete Oberleutnant Michael Karsten, dass viele freilaufende Übungen durchgeführt wurden. Es sei ein ungewöhnliches Bild für die Bevölkerung, wenn zum Beispiel getarnte Panzer über die Straßen fahren. Gerade in Deutschland kenne man diese Übungsart nicht mehr. Die Bevölkerung in Norwegen sei den Soldaten aber positiv begegnet. „80 Prozent wussten davon“, so Brockschmidt. Der Zusammenhalt zwischen den Soldaten der Nationen sei ebenfalls gut gewesen.

Beim Essen gab es dann Gelegenheit, die Soldaten zu ihren persönlichen Erfahrungen auszufragen. Etwas, dass auch Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele sehr an der Veranstaltung schätzt. „Da gibt es viele nette Gespräche.“ Nicht fehlen durfte die Auszeichnung der „Matjestät“. Dirk Lange hat diese Würde an Hauptmann Tom Heßler abgegeben, für den es sehr überraschend kam. „Er ist ja mit im Organisationskomitee. Dort besprechen wir immer, wer infrage kommt, und da hat er natürlich mit jemand anderem gerechnet“, erklärte Dittmer-Scheele. Wie es die Tradition verlangt, hat er als Auszeichnung einen Hering bekommen – seiner wurde aus Holz gefertigt,

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