„Aktion soll sich nicht abnutzen“

Aussetzen von „Schaufenster Hurricane“ - keine Missstimmung

Mit ihrer Aktion „Schaufenster Hurricane“ hatten Gemeindevertreterin Käthe Dittmer-Scheele (v.l.), Thorsten Finner vom GVS und Katja Wittenstein (FKP Scorpio) Geschlossenheit demonstriert.

Scheeßel - Wenn in wenigen Tagen wieder die Karawanen von mit Musikfans, Bier und Dosenravioli bepackten Autos auf dem Weg zum Eichenring durch den Kernort rollen, wird sich so mancher Scheeßeler fragen: „Fehlt da nicht was?“

In den beiden Vorjahren hatten die Gemeinde, der Veranstalter und der örtliche Gewerbeverein (GVS) gleich mit mehreren Aktionen Geschlossenheit demonstriert – nicht zuletzt, um der Missstimmung im Beekeort unter anderem wegen Abzug der Kaufkraft durch einen festivaleigenen Supermarkt auf dem Gelände entgegenzuwirken. In diesem Jahr fehlen die großformatigen, gerahmten Poster mit Musikern und Szenen des Festivalalltags von Hurricane- und Fotografen der Kreiszeitung in den Auslagen der Scheeßeler Gewerbetreibenden. Warum?

„Das hat nichts damit zu tun, dass wir uns nicht mehr einig wären“, betont Thorsten Finner als Vertreter des GVS, „die Grundstimmung zwischen der Gemeinde, dem GVS und FKP Scorpio ist nach wie vor gut!“

Abnutzung- Gab gerade erste Dekorationen für den TV Scheeßel

Auch in diesem Jahr habe man sich an einen Tisch gesetzt, um mögliche Aktionen zu erörtern. Im Vorjahr hatte man mit der „Strohpuppen-Challenge“ der Landjugenden sowie einem Aufkleber mit Hurricane-Herzmotiv mit Gemeindelogo mächtig vorgelegt. Vielleicht auch, weil die Vorjahres-Aktionen schwer zu toppen sind, wird das Hurricane in puncto Kooperationen ein eher „schlankes Jahr“. Die Entscheidung, die Aktion „Schaufenster Hurricane“ auszusetzen, sei bewusst gefallen, auch, um einer Abnutzung der Idee vorzubeugen. Die Ausstellung in den Fensterfronten solle schon etwas Besonderes bleiben: „Die Dekorationen zum Jubiläum des TV Scheeßel geschmückten Schaufenster sind ja gerade erst abgebaut worden – wir wollen die Geschäftsleute nicht überstrapazieren“, so Finner. Er betont: „Die Chemie zwischen den Beteiligten stimmt nach wie vor“ – und verweist auf einige Projekte, deren Realisierung in den kommenden Jahren bereits erörtert werde. „Für die nächsten Jahre haben wir viele Ideen“, so Finner, und auch der Wunsch der GVS sowie der Gemeinde nach Aktivitäten sei nach wie vor vorhanden. „Wir wollen aber nichts halbherzig oder auf Biegen und Brechen realisieren.“

Auch wenn das Fehlen der optischen Einstimmung auf das Mega-Spektakel dieses Jahr bedauert wird, sehen viele Ortsansässige es pragmatisch: „Wir fahren wie jedes Jahr die Straße nach Westervesede entlang, um uns das Treiben anzusehen – allerdings nur von der anderen Seite des Zauns aus“, spricht die Scheeßelerin Ghazala Kurt wohl vielen aus dem Herzen.

hey

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