Ausschuss billigt DGH-Sanierung / Krippe erst nach der Sommerpause Thema

Lösung lässt weiter auf sich warten

Das altehrwürdige Dorfgemeinschaftshaus in Westervesede wird saniert und mit einem neuen Konzept versehen. Die Frage, ob und inwiefern hier eine Krippengruppe untergebracht wird, ist jedoch noch offen.
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Das altehrwürdige Dorfgemeinschaftshaus in Westervesede wird saniert und mit einem neuen Konzept versehen. Die Frage, ob und inwiefern hier eine Krippengruppe untergebracht wird, ist jedoch noch offen.

Scheeßel/Westervesede - Von Lars Warnecke. Vorstoß beim Thema Dorfgemeinschaftshaus in Westervesede: Einstimmig hat sich der Ausschuss für Jugend, Senioren, Soziales und Sport für eine energetische Sanierung des Gebäudes ausgesprochen. Auch wurde während der Sitzung am Mittwochabend dem Wunsch des Ortsrats entsprochen, im Zuge der Umbauarbeiten den bisher im Erdgeschoss untergebrachten Kindergarten ins Obergeschoss zu verlagern, um so in den freiwerdenden Räumen Platz für Zusammenkünfte der örtlichen Vereine und des Ortsrates zu machen. Nur bei der Frage, ob eine notwendig gewordene Integrationskrippe im DGH oder doch besser im Kernort aufgehoben wäre, treten die Politiker noch immer auf der Stelle.

Man habe seine „Hausaufgaben“ zwar gemacht, dennoch sehe man weiterhin Beratungs- und Informationsbedarfbedarf, hieß es quer durch alle Fraktionen. „Ich würde die Krippen-Diskussion heute nicht weiterverfolgen und schlage vor, dazu nach der Sommerpause zu einer gesonderten Sitzung zusammenzukommen“, sagte Ratsherr Dirk Lange (CDU), der damit für Irritation bei seiner Parteikollegin, Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele, sorgte: „Natürlich ist es Ihr gutes Recht, dazu zu beraten und neue Daten zu fordern. Ich weise aber darauf hin, dass der Handlungsbedarf im Vergleich zum Vorjahr nocheinmal dringlicher geworden ist.“

Bereits Anfang Juni habe sie den Rat in einem Schreiben, dem auch eine Mitteilung des Westerveseder Ortsrat mit dessen eigenen Vorstellungen einer Sanierung und Umgestaltung beigefügt war, darum gebeten, ihr Hinweise zu geben, die für eine Entscheidung in dieser Sache hilfreich wären. „Bei uns sind jedenfalls keine eingegangen“, stellte die Verwaltungschefin fest.

Schon seit längerem stehen in Scheeßel das DGH und die Krippen-Thematik auf der politischen Agenda.

Während sich die CDU-Fraktion nach wie vor für eine Integrationskrippe im Kernort ausspricht, gibt es bei den anderen Gruppierungen im Rat erkennbare Sympathie für die Idee, mit einer Krippengruppe in Westervesede die Kindergartenlandschaft in den Dörfern zu stärken. Hinsichtlich einer möglichen I-Krippe im Scheeßeler Kindergarten Sperlingsweg war entschieden worden, dass das Ergebnis des in der Bearbeitung befindlichen „integrierten Handlungs- und Entwicklungskonzeptes“ abgewartet werden solle. Das soll frühestens Ende des Jahres vorliegen.

Unverständnis äußerte Ralf Münkel (Gruppe 57) nach einem Wortbeitrag der Bürgermeisterin darüber, dass sie den Umbau des Gebäudes eng an die Krippen-Thematik knüpft. „Unabhängig davon, ob wir einen Krippenplatz schaffen oder nicht, ist doch die Frage zu klären, was wir mit dem DGH machen.“ Seiner Meinung nach mache eine Grundinstandsetzung sowie das Gebäude mit einem neuen Konzept zu versehen, durchaus Sinn. Das sahen auch die übrigen Ausschussmitlieder so, wenngleich die CDU beim Umzug des Kindergartens ins Obergeschoss anfangs noch Bedenken geäußert hatte. „Wir tun uns schwer damit, akzeptieren aber den Wunsch der Ortschaft“, sagte Dirk Lange.

Ein weiterer Punkt, der in einer Einwohnerversammlung in Westervesede diskutiert worden und nun in der Beschlussempfehlung aufgeführt war, bezog sich auf eine mögliche Erweiterung des Gebäudes durch einen festen Anbau oder ein Zelt. Diese Option lehnte das Gremium vorerst ab, allerdings solle beim Umbau darauf geachtet werden, dass das Gebäude nicht verbaut wird, um so eine Erweiterung zu einem späterem Zeitpunkt zu ermöglichen.

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