Ausgezeichnet

Ehre für Scheeßeler Software-Firma Mesonic: Bestes ERP-System des Jahres

Mesonic-Chef Patrick Siegmund mit der Siegertrophäe. „Wir haben nicht damit gerechnet, dass uns gleich bei unserer ersten Teilnahme am Wettbewerb der Titelgewinn gelingt“, sagt er.
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Mesonic-Chef Patrick Siegmund mit der Siegertrophäe. „Wir haben nicht damit gerechnet, dass uns gleich bei unserer ersten Teilnahme am Wettbewerb der Titelgewinn gelingt“, sagt er.

Scheeßel – Vorbei an der Polizeistation, etwas versteckt, führt die Einfahrt zu einem wuchtigen Gebäudekomplex. Davor erstreckt sich eine kleine Parkanlage mit Teich. Nein, der Sitz von Mesonic ist nicht gerade der Ort, an dem man eine erfolgreiche Softwarefirma vermuten würde. Vielleicht schon eher im Scheeßeler Industriegebiet – dort, wo die großen Unternehmen ansässig sind.

Und doch entsteht mitten im Ort, an der Hirschberger Straße, schon seit vielen Jahren eine betriebswirtschaftliche Software, „WinLine“ genannt, die es im Rahmen eines bundesweiten Wettbewerbs jetzt sogar in der Kategorie Prozessmanagement zum besten ERP-System des Jahres geschafft hat. ERP – was? Patrick Siegmund, der Geschäftsführer, klärt auf: „Eigentlich ist es ganz einfach: Damit Betriebe effektiv arbeiten, müssen sie natürlich ihre Prozesse planen und steuern. Ob Kapital, Personal, Material oder IT-Systeme – alles will organisiert werden.“ An dieser Stelle könne beim sogenannten Enterprise-Resource-Planning, kurz ERP, eben Computer-Software, wie sie sein Betrieb produziere, helfen. Branchenübergreifend einsetzbar, als Komplettlösung für die Zielgruppe der kleinen bis mittelständischen Unternehmen.

Für den Indirektvertreiber Mesonic war die Teilnahme an dem Wettstreit, welcher im nunmehr 16. Jahr vom Center for Enterprise Research der Universität Potsdam durchgeführt wurde, eine Premiere. „Coronabedingt gab es ja wenig Möglichkeiten, sich zu präsentieren, auf Messen etwa“, sagt Siegmund, dessen Vater Hans-Walter die Firma Mitte der 1980er-Jahre im Beeke-Ort aufgebaut hat und noch heute gemeinsam mit seinem Sohn deren Geschicke leitet. „Deshalb haben wir uns da jetzt auch um eine Teilnahme beworben – und es tatsächlich bis ins Finale geschafft.“

In den letzten Monaten haben wir sehr viel Knowhow in die Weiterentwicklung unserer Software gesteckt.

Mesonic-Chef Patrick Siegmund

Und das erfolgreich, wie man an dem gläsernen Gewinnerpokal sieht, den Patrick Siegmund sichtlich stolz in der Hand hält. Ende Oktober, berichtet der 48-Jährige, sei es für ihn mit zwei Mitarbeitern im Schlepptau nach Frankfurt am Main gegangen – zum ERP-Kongress. „Der war wirklich mit vielen renommierten Software-Herstellern gespickt“, blickt der Firmenchef zurück. In der Kategorie Prozessmanagement sei man nach Vorauswahl im Finale gegen einen weiteren Wettbewerber angetreten – vor einer Jury, bestehend aus namhaften Experten aus Wissenschaft, Praxis, Medien sowie projekterfahrenen Anwendern im ERP-Bereich. „Bei der 20-minütigen Präsentation, bei der es um das Sammeln von Punkten ging, habe ich mich angesichts der positiv-kritischen Nachfragen wieder ein bisschen wie im Examen gefühlt“, schmunzelt der gelernte Rechtsanwalt.

Besonders stolz sei er darauf, dass die Jury mit „WinLine“ ein System prämiert habe, das umfassende Einsparungen im betrieblichen Prozessmanagement ermögliche. So habe es auch der Vorsitzende im Rahmen der Preisverleihung würdigend hervorgehoben. „In den letzten Monaten haben wir sehr viel Knowhow in die Weiterentwicklung unserer Software gesteckt und sind dafür belohnt worden“, freut sich der Scheeßeler, dessen Firma, wie er selbst sagt, in der öffentlichen Wahrnehmung vielleicht gar nicht so sehr bekannt sei, immerhin aber mit einem vierstelligen Kundenstamm aus Handel, Dienstleistung und Produktion aufwarten könne – und das europaweit. Nicht umsonst gibt es die „WinLine“-Software „made in Scheeßel“ auch in 15 Sprachen. Wer hätte das gedacht?

Über Mesonic

Gegründet wurde Mesonic 1978 im österreichischen Mauerbach nahe Wien. In den darauffolgenden Jahren folgten Niederlassungen in Deutschland (Scheeßel, 1985), den USA (1990) und in Italien (Mailand, 2022). Der Software-Hersteller ist ein reiner sogenannter Indirektvertreiber, das heißt, Kunden können das Unternehmen nicht einfach aufsuchen und die Software dort käuflich erwerben. Stattdessen verkauft Mesonic nur über die rund 100 Handelspartner, die in ganz Deutschland verteilt sind. Bei der Klientel handelt es sich um klassische Firmen im Bereich Handel, Dienstleistung und Produktion.

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