Eröffnungsabend zum Beeke-Festival mit gleich drei Hochzeiten

Ein Auftakt nach Maß

Die estnische Gruppe „Koidupuna“ präsentiert eine Hochzeitszeremonie aus vergangenen Zeiten. Foto: Ujen

Scheeßel – Herzlich begrüßt von Christine-Kai Humrich, Vorsitzende der gastgebenden Beekscheepers, und auf Plattdeutsch moderiert von Uwe Wahlers sowie Co-Moderator Jörn Klee, zuständig fürs Hochdeutsche und Englische, erlebten rund 500 begeisterte Zuschauer am Mittwochabend auf dem Scheeßeler Meyerhofgelände einen maßgeschneiderten Eröffnungsabend zum 23. Internationalen Beeke-Festival. „Das ist absoluter Mittwoch-Rekord“, freute sich das Orga-Team.

Nach den Klängen der Europahymne „Freude schöner Götterfunken“ von Ludwig van Beethoven wurden die Flaggen der teilnehmenden Nationen Brasilien, Chinese Taipei, Estland, Finnland, Frankreich, Mexiko, Slowakei, Deutschland sowie der CIOFF (Internationale Organisation für Folklore Festivals) und die Europas gehisst. In beeindruckenden und spannenden Choreografien, untermalt mit Musik und Tanz, zelebrierten die Beekscheepers und die Folkloregruppen „Purpuri“ aus Finnland sowie „Koidupuna“ aus Estland „Drei Hochzeiten in Europa“.

Der grandiose plattdeutsche Hochzeitsbitter Dirk Behrens riss das Publikum mit und führte es zur Alt-Scheeßeler Hochzeitszeremonie mit dem Brautpaar Elena Meier und Tarek Gerken und dem abschließenden Scheeßeler Bunten-Tanz „He juchhe, hebb een Drosselnett funnen“. Auch die Gäste aus Finnland und Estland präsentierten die traditionellen Hochzeiten ihrer Vorfahren gekonnt und mit großer Spiel- und Tanzfreude. Bei der finnischen Volkstanzgruppe aus Purpuri, 100 Kilometer nördlich von Helsinki, fiel auf, dass sie sich nicht nur den finnischen und finno-ugrischen traditionellen Volkstänzen widmet, sondern auch moderne Choreografien in ihr Programm einfließen lässt. Die bereits in vielen Teilen der Welt aufgetretenen Tänzer und Musiker zeigten anmutige Tänze und Bewegungen einer Hochzeitsfeier ihrer Vorfahren, die beim Scheeßeler Publikum besonders gut ankamen.

„Koidupuna“ bedeutet auf Deutsch „Morgenröte“ – dieser poetische Name passt gut zum estnischen Ensemble, das sich aus Studenten und Angestellten der Technischen Universität Tallinn entwickelt hat. In Estland gibt es zwar keine speziellen Tänze für Hochzeiten, aber die Bauern versammelten sich gerne am Wochenende und sangen und tanzten nur zum Vergnügen. Da gefielen auch die spontanen Einwürfe von lustigen Spielen wie das Wiedererkennen der mit Tüchern verdeckten Braut und sorgten für eine vergnügliche Stimmung.

Umrahmt wurde der Eröffnungsabend von De Heidjer Dörpsmuskanten, dem Männerchor Scheeßel, De Dröhnbüddels und De Beek-Uln.  uj

Fotos auf

www.kreiszeitung.de

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