Auf mehreren Schultern

Ausbau des Luhner Wegs in Jeersdorf sieht Kostenaufteilung vor

Der Luhner Weg ist in einem schlechten Zustand und daher auf den vordersten Platz der Prioritätenliste für den Straßenausbau gelandet.
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Der Luhner Weg ist in einem schlechten Zustand und daher auf den vordersten Platz der Prioritätenliste für den Straßenausbau gelandet.

Jeersdorf – Zum ersten Mal seit einem Jahr hat der Ortsrat Jeersdorf wieder in öffentlicher Runde getagt – im Kern der Zusammenkunft im Jeersdorfer Hof ging es am Mittwochabend darum, wofür denn die Ortsratsmittel für das laufende Jahr Verwendung finden sollen. Und siehe da: Unterm Strich 14  087 Euro will das Gremium um Ortsbürgermeister Günter Gerken (CDU) dieses Mal in die Hand nehmen – für Vereinszuschüsse ebenso wie für einmalige Investitionen und die üblichen Fixkosten.

Das Paket beschlossen die Mitglieder nach kurzer Vorstellung der Zahlen einstimmig. „Am Ende behalten wir noch eine Rücklage von 915 Euro – es ist also nicht mehr ganz so viel“, gab Gerken zu Protokoll.

Der mit Abstand dickste Brocken, der die Ortsratskasse nun doch ziemlich erheblich erleichtern wird, entfällt auf den Luhner Weg. Wie in der Sitzung bekannt wurde, soll die Straße wohl noch in diesem Jahr einen Ausbau erfahren. Die Gesamtkosten in Höhe von 170 000 Euro teilen sich der Ortsrat, die Gemeinde Scheeßel, die örtliche Jagdgenossenschaft als Nutznießer der Straße sowie die Anlieger, darunter der Sport- und Schützenverein, der Betreiber einer Biogasanlage und der eines Güllelagers untereinander auf – und das zu ganz unterschiedlichen Prozentsätzen.

Wie die sich denn für die am Ausbau Beteiligten errechnen würden, wollte eine Einwohnerin wissen: „Gibt es da einen Schlüssel, den man nachvollziehen kann, oder ist das gewürfelt?“ Laut Ortsratsmitglied Klaus-Dieter Gerken, der die Maßnahme mit angeschoben hatte, seien für die Berechnung die Grundstücksgrößen hinzugezogen genommen worden. Von dieser Regelung ausgespart blieben indes die privaten Straßenanlieger, von denen jeder später den gleichen Beitrag zu zahlen habe.

Entsprechende Ablösevereinbarungen zwischen Gemeinde und Anwohnerschaft würden bereits unterzeichnet im Rathaus vorliegen, geht aus einer Mitteilung der Verwaltung hervor, die der Ortsbürgermeister in der Sitzung verlas. Weiter heißt es darin wörtlich: „Sobald alle Vereinbarungen bei der Gemeinde unterzeichnet vorliegen und die Zahlung zum 1. Mai 2021 damit bestätigt ist, wird die Ausschreibung der Maßnahme erfolgen und daran anschließend der Ausbau.“

Vor mehr als drei Jahren waren die Altglas- und Kleidercontainer vom Jeersdorfer Kreisel auf das Vereinsgelände vom SV Jeersdorf gewandert.

Im weiteren Verlauf meldete sich auch Frank Rathjen, der Vorsitzende des SV Jeersdorf, zu Wort. Sein Dank galt dem Ortsrat, welcher einmal mehr seinen Verein im Zuge der Mittelvergabe mit einem großzügigen Zuschuss bedacht habe. „Das hilft uns doch immer weiter.“ Ebenso kam Rathjen auf die öffentlichen Altglas- und Kleidercontainer zu sprechen, deren Zuständigkeit der SV vom Ortsrat übernommen hatte. Seitdem stehen die Behälter auf dem privaten Vereinsgelände. „Im Großen und Ganzen sind wir mit der Situation jetzt zufrieden – nur sehen wir noch das Problem, dass wir täglich dabei sind, den Standort sauber zu halten.“ Obwohl der Landkreis doch eigentlich in der Pflicht sei, dort aufzuräumen, erfolge die Entsorgung fast ausschließlich durch den Verein selbst – per eigenem Container und auf eigene Kosten. „Anfangs war ein Transporter vom Landkreis noch immer da, um ein bisschen aufzuräumen – inzwischen geschieht dies aber nicht mehr.“ Er stelle sich jedenfalls schon die Frage, ob es allgemeinhin überhaupt Sinn ergebe, dass allgemeinnützige Vereine, die wie im Falle seines SV auf Eigentum „wohnen“, eine Mülltonne bezahlen müssen. „Die einmalige Leerung eines Containers von 500 Litern kostet 65 Euro – das läppert sich auf Dauer doch ganz schön.“

Einige Straßenlampen leuchten den Gehweg nicht ausreichend aus.

Eine Frage zur Straße „In‘n Dörp“ brannte dann noch Olaf Gay unter den Nägeln. Vier sogenannte Peitschenlaternen stünden zwischen dem Feuerwehrhaus und der Einmündung in die Westerholzer Straße, die seiner Beobachtung nach aber aufgrund ihrer Ausrichtung und den dort großen Bäumen den Fußweg bei Dunkelheit nur spärlich erhellen würden. „Ich bitte darum, doch mal zu prüfen oder dafür zu sorgen, dass die Laternen einmal komplett umgedreht werden, sodass die Lichtpunkte quasi über dem Weg liegen“, äußerte sich das Ortsratsmitglied. Da müsse er mal mit Scheeßel sprechen, so Günter Gerken.

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