Zwölftklässler gestalten Unterricht

„Afrikatag“: Der schwarze Kontinent in zehn Stationen

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Watte, Stein, Sand: Fertig ist der Wasserfilter, wie Michelle Koban (r.) und Tatjana Vetoskin demonstrierten.

Scheeßel - Europa, Luther, Afrika: Projekttage sind in der Eichenschule en vogue. Nicht nur die Lehrer wissen den fächerübergreifenden Unterricht zu schätzen, der „eine ganz andere Annäherung an das jeweilige Thema erlaubt“, wie Petra Hoppenstedt, Koordinatorin des zweiten Afrikatags für Fünftklässler, erläuterte. Auch die Schüler begrüßen die Abwechslung vom normalen Stundenplan, der laut Hoppenstedt ein „fröhlicher, bunter Tag“ sein soll.

Hintergrund der Beschäftigung mit dem „schwarzen Kontinent“ ist die Partnerschaft des Gymnasiums in freier Trägerschaft mit einer neu aufgebauten Schule in Guinea im Rahmen des Kania-Hilfsprojekts. Und so beschäftigte sich eine der insgesamt zehn Stationen, die die fünf fünften Klassen nacheinander durchliefen, denn auch mit den Projektaktivitäten und Lebensbedingungen an der Partnerschule in Wondeka, die Initiatorin Heike Buchhaupt in Bild und Ton erläuterte. 

Doch auch andere Aspekte des „schwarzen Kontinents“ wurden beleuchtet, von Tourismus über Schulwege, Bildung und Geografie, und das auf ganz unterschiedliche Weise. 

Das war einem Geschichtskurs des zwölften Jahrgangs zu verdanken. Die 22 Schüler, die für einen Tag in die Rolle der Lehrer schlüpften, hatten sich sehr kreativ mit der Wissensvermittlung, der Vorbereitung und auch Durchführung der Unterrichtseinheit beschäftigt. 

Bei „Welt der Tiere“ mussten die Schüler die im Film gezeigten Informationen durch ein Quartett-Battle oder im Lückentext zuordnen. Einige Räume weiter ging es praktischer zu: Bei „Musik“ erläuterten Marie Heuer und Lina Wahlers unterschiedliche Instrumente wie Kürbisrasseln oder Talking Drums und luden zum kleinen Trommelworkshop ein. „Toll – hier können die Schüler ihre unterschiedlichen Fähigkeiten und Neigungen einbringen!“, schwärmte Hoppenstedt. 

Und in der Tat legten viele der Älteren erstaunliches pädagogisches Geschick an den Tag. Im bunten Mix aus Wissensvermittlung, Action wie bei „Afrikanische Spiele“ und Entspannung wie bei der Malstation hatte Zoé Schwichtenberg am besten „Kinderrechte“gefallen: „Das war wahnsinnig spannend“, so die Fünftklässlerin. 

Franca Eggeling und Jaqueline Gemende, die an dieser Station eine Hilfsorganisation und das Konzept von Patenschaften vorstellten: „Erst haben einige Jungen beim Thema Zwangsheirat gelacht, aber spätestens bei Fakten wie der, dass 2011 sieben Millionen Kinder an Unterernährung gestorben sind, waren alle still.“ 

Ebenso spannend: die Station „Essen“. Denn hinter dieser Tür verbargen sich nicht nur Gemüsebulgur, Süßkartoffelpüree und Tomatencouscous - auf Tortillas gereicht; „Plastikverschwendung wäre gerade im Bezug auf Afrika doof“, so Betreuerin Michelle Koban. Nein, auch ein praktischer Wasserfilterversuch mit Watte, Sand und Steinen führte den Schülern das Problem von Wasserknappheit und -verschmutzung vor Augen.

hey

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