Digitale Technik hält bei Scheeßeler Blutspendern Einzug

Aderlass mit der App

Viel-Spender Alexander Trau nutzt als einer der wenigen bereits die Blutspende-App des DRK.
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Viel-Spender Alexander Trau nutzt als einer der wenigen bereits die Blutspende-App des DRK.

Scheeßel – Spenden nur mit Online-Termin, mit Priorität oder ganz ohne? Bei der jüngsten Blutspendeaktion am Dienstagnachmittag in der Grundschule Scheeßel herrschte zunächst etwas Verwirrung auf Seiten der Spendenwilligen.

Der Grund: Die Einführung einer Online-Terminanmeldung zum Aderlass, wie man sie etwa von Corona-Test- oder Impfaktionen kennt. Wer „klassisch“ eine Einladung per Post erhalten hatte, konnte anhand der Formulierung auf der Benachrichtigungskarte den Eindruck gewinnen, eine Anmeldung auf der Website des Deutschen Roten Kreuzes sei obligatorisch. Wer sich dort registrierte, fand den Hinweis, dass auch spontane Besucher angenommen würden. Und vor Ort? Da wurde der Termin noch nicht einmal abgefragt. „Zugegeben, das hat für etwas Verwirrung gesorgt“, meinte Astrid Meyer vom diesmal vierköpfigen Helferteam der Ortsgruppe. „Da besteht noch Optimierungs- und Kommunikationsbedarf.“ Geplant sei gewesen, Spender mit Termin an der Schlange vorbeiziehen zu lassen – doch die blieb am Nachmittag zunächst weitgehend aus. Und das trotz regen Besucheraufkommens: „100 Spender nach der Hälfte der Zeit, das kann sich sehen lassen“, so Meyer. Sonst seien im Schnitt am Ende der fünfstündigen Aktion um die 160 Aderlässe zu verzeichnen.

Zu denjenigen, die sich nicht nur vorab angemeldet hatten, sondern bei der Anmeldung auch die unlängst eingeführte Spender-App auf dem Handy vorzeigten, gehörte Alexander Trau. Der Scheeßeler, der an diesem Tag seine 26. Spende absolvierte, findet die App grundsätzlich praktisch: „Dadurch, dass die Benachrichtigung über Termine digital erfolgt, spart man Papier“, so der 26-Jährige. „Außerdem muss man nicht extra an den Spenderausweis denken – das Handy hat man immer dabei.“ Nicht alle Funktionen hält er für sinnvoll, und auch in puncto Übersichtlichkeit ist er nicht vollständig von der App überzeugt. „Prinzipiell ist das aber eine gute Sache!“

An der Beeke muss sich das digitale Instrument erst noch durchsetzen. Erst zwischen zehn und zwölf Prozent haben nach Meyers Schätzungen bisher die App heruntergeladen und nutzen sie, um sich damit vor Ort anzumelden. Es ist nicht die einzige Neuerung: Seit der Pandemie werden die Abläufe immer wieder den aktuellen Gegebenheiten angepasst. Bei der jüngsten Ausgabe galt neben der Maskenpflicht die 3G-Zugangsregel; anstelle des früher üblichen Buffets erwartete die Spender zur Stärkung eine Brezel und ein Schlachter- oder Bäckergutschein. Insgesamt zeigten sich die Organisatorinnen zufrieden ob der guten Resonanz und einer ebensolchen Stimmung.

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