Serie „Mein Zeugnis“

Scheeßels Museumsdirektor Nils Meyer erzählt von seiner Schulzeit

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Von der Hauptschule zum Abitur: Nils Meyer schaffte mit viel Fleiß und durch die Hilfe seines Klassenlehrers die allgemeine Hochschulreife. Heute ist der gebürtige Braker Museumsdirektor in Scheeßel.

Scheeßel - Von Joris Ujen. Nils Meyer ist seit rund einem halben Jahr Direktor des Heimatmuseums in Scheeßel. Auf dem Weg dorthin musste der in Brake (Landkreis Wesermarsch) geborene Archäologe viele Hürden während seiner Schulzeit bewältigen. In unserer Serie „Mein Zeugnis“ erzählt Meyer von seinem schulischen Werdegang und wie er sich selbst als Schüler wahrgenommen hatte.

„Der Rückblick auf meine Schulzeit erfüllt mich mit Stolz, denn sie ist keine Bilderbuchgeschichte“, erzählt der 44-Jährige, der seit Ende März in Scheeßel wohnt. Nach der Orientierungsstufe hat er zunächst die Hauptschule in Brake besucht. Dort war sein wichtigstes Ereignis die Versetzung aufgrund einer disziplinarischen Maßnahme in eine andere 9. Klasse. 

Denn selbst der heutige Museumsdirektor machte in seiner Jugendzeit mal Fehler, gibt er offen zu. „Das neue Umfeld gab mir den Impuls, mich zu verbessern und, nach Abschluss der 10. Klasse, den qualifizierten Hauptschulabschluss zu erreichen. Dafür bin ich meinen Mitschülern und meinem Klassenlehrer sehr dankbar.“

In dieser Zeit reifte für Nils Meyer auch der Wunsch heran, das Abitur zu machen und Klassische Archäologie zu studieren. „So führte mich der Weg zum Gymnasium in Brake und obwohl es ein schwieriger Weg war, habe ich das Abitur geschafft. Das war mein größter Triumph.“ 

Erdkunde, Bio und Geschichte mochte Meyer

Am meisten Interesse hatte Meyer an den Fächern Erdkunde, Biologie und Geschichte. „Schwierig war Französisch für mich. Insgesamt war ich ein unauffälliger Schüler, der sich eher selten aktiv am Unterricht beteiligte“, blickt der Museumsdirektor auf seine Schulzeit zurück. 

Sein Wunsch, Klassische Archäologie zu studieren, wandelte sich übrigens im Laufe der Jahre, sodass Nils Meyer erfolgreich Prähistorische Archäologie (Ur- und Frühgeschichte) in Hamburg studierte.

Schon früh im Studium bei diversen Praktika merkte er, dass seine Leidenschaft für das Museumsmanagement schlägt. Meyer: „Darum habe ich an der Uni Hamburg den Aufbaustudiengang ,Museumsmanagement‘ absolviert, an dessen Initiierung 1996 das Freilichtmuseum am Kiekeberg federführend war.“ 

Ein Mühlenmuseum war seine erste Station

Im Anschluss leitete er zehn Jahre ein Mühlenmuseum in Nordenham. „Öffentlichkeitsarbeit, Projektentwicklung, Museumspädagogik: Das gehörte alles zur ,One-Man-Show‘ dazu“, so der gebürtige Braker.

Auch wenn es für Nils Meyer während seiner Schulzeit nicht immer leicht war, fand er schließlich seinen Weg zum Traumberuf und auf den Meyerhof in Scheeßel. Als Direktor möchte er diesen mehr in den Fokus der Öffentlichkeit rücken.

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