Frohe Botschaft aus dem Finanzausschuss

Abgaben bleiben konstant

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Derzeit arbeitet die Scheeßeler Gemeindeverwaltung daran, Ordnung in die Unterwelten zu bringen und ein umfassendes Kanalkataster aufzubauen.

Scheeßel - Von Lars Warnecke. Vorgezogenes Weihnachtsgeschenk für alle Einwohner der Gemeinde Scheeßel: Die Schmutzwassergebühren werden 2018 nicht erhöht. Diese gute Nachricht überbrachte Bauamtsleiter Joachim Köhnken am Mittwochabend bei der Sitzung des Finanzausschusses im Rathaus.

Der aktuelle Gebührensatz pro Kubikmeter sei auskömmlich, gab der Verwaltungsmann bekannt – auch wegen Überschüsse, die 2016 nach vielen Jahren, in denen die Gemeinde nur Verluste gemacht hatte und diese ausgleichen musste, erstmals wieder erzielt worden seien. Danach betrage die Überdeckung nunmehr 367 000 Euro – Geld, welches man aber keineswegs auf der hohen Kante lege, sondern das dringend anderweitig benötigt werde, betonte er.

So habe sich noch am Vortag die aus Vertretern sämtlicher Ratsfraktionen bestehende Arbeitsgruppe „Schmutzwassergebühren“ darauf verständigt, Mittel in Höhe von 120 000 Euro für eine von einem externen Ingenieurbüro empfohlene Maßnahme im gemeindlichen Klärwerk aufzuwenden – Mittel, die aus der Überdeckung entnommen werden sollen. Konkret ist vorgesehen, die Funktionsweise der Anlage durch einen gesonderten Abzug des Überschussklärschlamms zu optimieren. Gleichzeitig soll dadurch Energie eingespart werden.

Für das Klärwerk ist ein gesonderter Abzug des Überschussklärschlammes vorgesehen. Kosten: 120 000 Euro.

Schön und gut, befand Ratsherr Dirk Lange (CDU). Nur, solange der Planer nicht selbst sein Konzept bezüglich des Abzugs der Politik vorstellt, warb der Wittkopsbosteler dafür, die Investition zunächst mit einem Sperrvermerk in den Haushalt für das kommende Jahr einzustellen. Ein Vorschlag, dem der Finanzausschuss einstimmig so folgen konnte.

Zurzeit erarbeitet die Verwaltung für das Gemeindegebiet ein sogenanntes Kanalkataster, in dem unter Einsatz von Kameras, die in die Rohe geschickt werden, der Bauzustand der Kanalisation festgehalten wird. „Wie weit sind wir eigentlich damit?“, wollte Ausschussmitglied Reinhard Frick (CDU) wissen. Was den Schmutzwasserkanal betrifft, antwortete Köhnken, sei der Kernort bereits vollends erfasst worden, die Ortschaften sollen 2018 folgen. Danach müsse nun eine Aufstellung erfolgen, was an Schäden vorgefunden wurde, um so die Dringlichkeit der Reparaturarbeiten ermitteln zu können. „Beim Regenwasserkanal hängen wir hingegen noch ein bisschen hinterher“, gab der Bauamtsleiter zu verstehen.

Noch vor den Beratungen für den Haushalt 2019 sollen alle Ergebnisse vorliegen; einen Zwischenstand, so Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele (CDU), könne den Politikern schon im ersten Quartal des kommenden Jahres gegeben werden. „Wir wollen schließlich alle wissen, wo man steht und wie hoch das Schadensmaß ist“, sagte sie.

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