Rotenburger Kneipp-Verein wird 50 und feiert im April

Was für ein Theater!

Die „Wagabunten“ sowie die Macher des inklusiven Theaterstücks freuen sich auf den April. Dann steigen die beiden Aufführungen in der THS.
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Die „Wagabunten“ sowie die Macher des inklusiven Theaterstücks freuen sich auf den April. Dann steigen die beiden Aufführungen in der THS.

Rotenburg - Von Guido Menker. Der größte Kneipp-Verein in Niedersachsen und Bremen sitzt in Rotenburg – und feiert im April ein Jubiläum. 50 Jahre wird er alt. Mehr als 1200 Mitglieder gehören ihm an. Grund genug für das fünfköpfige Vorstandsteam, sich neben einer klassischen Festveranstaltung – vorgesehen für den 18. April im Bürgersaal – noch etwas mehr einfallen zu lassen. Herausgekommen ist dabei ein Theaterstück, das nicht nur dem Gedanken der Inklusion entspricht, sondern auch noch Menschen dreier Generationen auf die Bühne bringt. Gezeigt wird es am 25. und 26. April in der Aula der Theodor-Heuss-Schule an der Gerberstraße.

„Der mit dem Wasser...“ lautet der Titel des Projektes, hinter dem sich eine Adaption des Kindertheaterstücks „Bastis Traum“ verbirgt. Und genau das hatten einige der Vorstands- und Beiratsmitglieder bei einer Aufführung des Kneipp-Kindergartens in Kirchwalsede erlebt. Regie hatten die beiden Theaterpädagogen Christiane Reich-Ludwig und Joachim Reich übernommen. „Auf spielerische und fantasievolle Weise, eingebunden in eine fast märchenhafte Geschichte, wurden die Elemente der Lehre Sebastian Kneipps von den Kindern dargestellt“, erinnert sich Vorstandsmitglied Margot Kreutzer-Lauber an den Tag im Juni 2013. „Wir waren so berührt und begeistert, dass die Idee aufkam, etwas Ähnliches mit unseren Erwachsenen Mitgliedern auf die Beine zu stellen.“ Die beiden Regisseure waren angetan von der Idee – und sie erstellten ein Konzept. Eingebunden sind darin aber nicht nur Kneipp-Mitglieder, sondern auch Kinder aus der Grundschule in Kirchwalsede sowie die Mitglieder der inklusiven Theatergruppe „Wagabunten“ der Rotenburger Werke. Und nun sind es insgesamt rund 80 Ensemblemitglieder, die auf und hinter der Bühne an dem Stück arbeiten. Inhaltlich gehe es unter anderem darum, die Naturheilweise Kneipps künstlerisch und mit viel Herz umzusetzen, so Kreutzer-Lauber. Die Teilnehmer des Projektes haben es sich zum Ziel gemacht, die Körperfunktionen tänzerisch, stimmlich und pantomimisch darzustellen und zu zeigen, wie die Selbstheilungskräfte aktiviert werden können. Das Besondere daran sei, dass sich Aspekte von Gesundheit mit theatralischen und tänzerischen Elementen zu einer poetischen und spannenden Erzählung verbinden.

Für die Probenarbeit haben die Rotenburger Werke den großen Saal im Lutherhaus auf dem Kalandshof zur Verfügung gestellt, die Sparkasse Rotenburg-Bremervörde lässt für das Projekt 1000 Euro, der Landkreis weitere 500 Euro springen. Für die „Wagabunten“ ist es die fünfte Inszenierung in sieben Jahren, verrät Barbara Brockmann von den Rotenburger Werken. Dennis Schramke gehört dieser Theatergruppe von Anfang an an und freut sich schon auf die Aufführungen im April. Auch Kai-Uwe Bruns und Rena Huthmann sind wieder mit von der Partie. Für sie und auch alle anderen Mitglieder des bunt gemischten Ensembles ging es zunächst darum, das Stück kennenzulernen. Den Rahmen der Geschichte bildet eine Oma, die mit ihrer Enkelin – ein Kneipp-Kind aus Kirchwalsede – eine Reise nach Bad Wörishofen machen möchte – in den Ort also, aus dem einst Sebastian Kneipp stammte. Doch kurz vor der Abreise wird die Großmutter krank, und sie träumt von einer Reise durch den Körper, auf der ihr nicht nur die vielen Organe, sondern unter anderem auch die Glückszellen begegnen.

Dass es zu dieser Dreier-Kooperation gekommen ist, habe sich „ganz organisch“ ergeben und sei so nicht geplant gewesen, verrät Kreutzer-Lauber. Nun sind alle froh, dass es dazu gekommen ist. Damit sei der Plan von dem Theaterstück wesentlich bunter und reicher geworden. Drei Generationen sind auf der Bühne zu erleben – die jüngste Schauspielerin ist neun, die älteste 84 Jahre alt. Und weil das Stück aus unterschiedlichen Darstellungsformen besteht, üben die Teilnehmer in ihren jeweiligen Gruppen, mehrmals aber auch alle zusammen.

Für die Aufführungen am 25. April ab 17 Uhr und am 26. April ab 16 Uhr in der Aula der Theodor-Heuss-Schule gibt es schon bald die Karten im Vorverkauf. Diese kosten für Mitglieder des Kneipp-Vereins fünf, für Gäste acht Euro. Über den Start des Vorverkaufs informieren wir rechtzeitig.

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