1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landkreis Rotenburg

Rotenburger Feuerwehr auf stürmische Nacht gut vorbereitet

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Guido Menker

Kommentare

Lars Holtermann (r.) sitzt als Zugführer zusammen mit Stadtbrandmeister Thorsten Reinsch in der Funkbude.
Lars Holtermann (r.) sitzt als Zugführer zusammen mit Stadtbrandmeister Thorsten Reinsch in der Funkbude. © Guido Menker

Rotenburg - Das Orkantief „Zeynep“ ist im Anmarsch. Schon am frühen Freitagabend rückt die Rotenburger Feuerwehr zu ersten Einsätzen aus. Bäume sind umgeknickt und müssen weggeschafft werden. Stadtbrandmeister Thorsten Reinsch ist sich aber mit Blick auf die stürmische Nacht sicher: „Wir sind gut vorbereitet.“

35 Kameraden der Rotenburger Feuerwehr sitzen bereits seit dem späten Nachmittag im Feuerwehrhaus am Mittelweg zusammen. „Fünf Fahrzeuge sind so besetzt, dass wir fünf Einsätze parallel anfahren können“, erklärt der Stadtbrandmeister. Reinsch sitzt zusammen mit Zugführer Lars Holtermann in der Funkbude. Dort nehmen sie die Einsatzmeldungen entgegen, die sie aus der Leitstelle in Zeven erreichen.

Dort in Zeven landen alle Anrufe, die über die Nummer 112 eingehen. Auf Grundlage eines Unwetter-Konzeptes für den Landkreis sind in allen Kommunen für diese Nacht Meldeköpfe installiert worden. Trifft dort ein Notruf ein, koordinieren die Feuerwehren vor Ort die Einsätze. Reinsch und seine Kolleginnen und Kollegen stellen sich auf eine lange Bereitschaftszeit ein. „Es soll ja erst am späteren Abend beziehungsweise später in der Nacht so richtig losgehen“, sagt Reinsch. Der Einsatz kann sich also bis Samstagmorgen hinziehen.

Gegen 18.15 Uhr kommt eine Meldung aus der Bahnhofstraße in Rotenburg. Holtermann reißt die Tür zur großen Fahrzeughalle auf, wo seine Kameraden zusammensitzen oder letzte Handgriffe an den Ausrüstungen erledigen, und ruft ihnen die wichtigsten Fakten für den nächsten Einsatz entgegen. Es geht erneut um einen umgeknickten Baum. Jedes der fünf einsatzbereiten Fahrzeuge ist unter anderem mit zwei Experten an der Säge besetzt. Es kann also losgehen. „Die Drehleiter wird möglicherweise aber auch in benachbarte Orte ausrücken müssen, wenn Not am Mann ist“, erklärt Reinsch. Ob das erforderlich ist, wird die Nacht zeigen. Die kann lang werden, aber am frühen Abend ist die Lage im Feuerwehrhaus zwar von der erforderlichen Konzentration geprägt, doch von Hektik ist noch keine Spur. Man ist eben gut vorbereitet.

Auch interessant

Kommentare