Zweite Befragung des Landkreises zu wirtschaftlichen Effekten

Wie viel Geld bringen Touristen?

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Insbesondere Radtouristen gelten im Landkreis als Wirtschaftsfaktor.

Rotenburg - Rund eine Millionen Tagestouristen, dazu mehr als 500000 Übernachtungsgäste: Im April hatte der Landkreis eine erste Studie zum Tourismus in der Region vorgestellt. Die Zahlen waren relativ ernüchternd und machten deutlich, dass Tourismus im Landkreis im Vergleich zu anderen Gebieten im Norden insgesamt eine untergeordnete Rolle spielt. Nun will es der Landkreis genauer beziffern – und hat eine zweite Studie bei der Gesellschaft „regecon“ aus Tostedt in Auftrag gegeben.

Was bringen die Tagesausflügler und Übernachtungsgäste der Wirtschaft im Landkreis? Welche Umsätze ergeben sich für Übernachtungs- und Gastronomiebetriebe, für Museen, Ausstellungen und den Einzelhandel? Diese und weitere bisher noch nicht beantworteten Fragestellungen soll die Studie klären. Wirtschaftsförderer Gerd Hachmöller betont, das man „Licht ins Dunkel bringen wolle“. Die Zahlen, die man sich aus der Befragung erhoffe, wären eine wichtige Entscheidungsgrundlage für die Politik. Hachmöller: „Aufwand der Förderung und Ertrag für die Wirtschaft stehen in einem Verhältnis – das ist bislang aber nicht erforscht.“

Wie bei der vorangegangenen Untersuchung werden die Tagesausflügler und Übernachtungsgäste im Landkreis befragt. Hierzu werden Fragebögen an vielen touristisch relevanten Stellen im Kreisgebiet ausgelegt. Auch Postkarten werden verteilt, auf denen der Link zum Online-Fragebogen zu finden ist. Zusätzlich finden auch Vor-Ort-Befragungen zu ausgewählten Zeitpunkten und an verschiedenen Orten im Kreisgebiet statt. Damit haben Hachmöller und Regecon-Volkswirt Thilo Ramms bereits beim Hurricane-Festival getan. Die ersten rund 50 Bögen mit Antworten von mehr als 250 Personen habe man, sagte Hachmöller. Das Ziel seien 2000 Fragebögen. Bei der ersten Studie waren es rund 1600, die ausgewertet wurden.

Als wirtschaftlich relevant wird vor allem der Radtourismus angesehen, als Gäste werden allerdings auch viele andere Gruppen betrachtet: Monteure, Camper, Seminarteilnehmer und Personen, die bei Freunden und Verwandten übernachten. Selbst Rotenburger, die in Scheeßel einkaufen, könnten die Fragebögen beantworten – und das auch mehrfach, je nachdem, wie oft sie im Kreis unterwegs sind. Die anonyme Befragung läuft bis Frühjahr 2016.

mk

www.tourow.de

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