Zwei Veranstaltungen in der Rotenburger Stadtkirche / Vernissage und Requiem-Ballett

Malerei, Musik und Ballett in Symbiose

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Karl-Heinz Voßmeier (v.l.), Ines Güttel, Jeanette Clasen und Erhard Grunhold stecken voll in den Vorbereitungen zu einer konzertierten Aktion in der Rotenburger Stadtkirche.

Rotenburg - Gleich zwei kulturelle Veranstaltungen folgen binnen weniger Tage in der Rotenburger Stadtkirche: Unter dem Titel „Ungebremst – der Weg in die Ewigkeit“ eröffnet dort die Rotenburger Künstlerin Jeanette Clasen am Sonnabend ab 18 Uhr zunächst eine Ausstellung. Die Motive thematisieren die Schöpfung und den Tod.

Damit bilden die links und rechts im Kirchenschiff aufgehängten Exponate auch das Ambiente einer weiteren Veranstaltung: Das „Requiem-Ballett“ geht am Samstag (19 Uhr) und Sonntag (17 Uhr), 21. und 22. November, unter der Leitung von Kantor Karl-Heinz Voßmeier und Choreographin Ines Güttel an gleicher Stelle über die Bühne. Weitere Mitwirkende sind die Stadtkantorei, das Instrumentenensemble, Marlen Korf (Sopran) und Wolfgang Bachmann (Dramaturgie). Getanzt wird nach der Musik von Moren Lauridsen, Henry Purcell und John Rutter.

Die Symbiose von Malerei, Musik und Ballett mit den gleichen Protagonisten hat bereits 2005 funktioniert. Während einer Live-Bühnen-Show zeichnete Clasen Kohlebilder, inspiriert durch Voßmeiers Musik und Tänzen der Schüler des Ballettstudios Güttel. Diese Seelenverwandschaft der drei hat über die ganzen Jahre gehalten. „Die Bilder auf der rechten Seite sind aus der Zeit, als mein Ehemann Björn und ich 1993 nach Rotenburg kamen“, erklärt Clasen. So auch ein Motiv vom Glasfenster in der Kapelle des Agaplesion Diakonieklinikums, wo ihr Mann als Chefarzt arbeitete. „Auf der anderen Seite sind die Motive vom Ende des Lebens, so wie mein Mann und ich sie in den letzten Wochen im Diako erlebt haben.“

Es sei eine schwere Zeit gewesen, als beide von dem Tumor ihres Mannes erfahren haben. „Ich zeige Bilder aus der Zeit, die wir bis zur letzten Sekunde gemeinsam erlebten“, so die Künstlerin. Diese Leidenszeit ihres Mannes habe sie so sehr bewegt, dass sie nach seinem Tod nach Stift und Pinsel greifen musste, um sich künstlerisch zu äußern. Hand und Hirn seien vom Gefühl gesteuert worden.

Der Eintritt zur Vernissage ist kostenlos. Tickets für das Requiem kosten 20 bis 29 Euro und sind im Vorverkauf bei der Buchhandlung Müller erhältlich.

go

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