Zwei Saubermänner 

Heiner Niebank und Viktor Maier reinigen und pflegen noch von Hand

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Heiner Niebank ist mit Leib und Seele für den Rotenburger Bauhof tätig. Jeden Montag und Freitag macht er seine Innenstadtrunde, um Unrat und Unkraut zu entfernen.

Rotenburg - Von Heinz Goldstein. Wenn die beiden Mitarbeiter des städtischen Bauhofs, Heiner Niebank und Viktor Maier, zurzeit mit ihrer Arbeit beginnen, dann ist es noch stockdunkel. So wie gestern. Da sind die beiden Saubermänner bereits um 7 Uhr unterwegs gewesen, um die Innenstadt sowie das Gelände am und um den Bahnhof herum mit Besen, Hacke und Schaufel von Unrat zu befreien. Sie legen überall dort Hand an, wo Reinigungsfahrzeuge oder Maschinen nicht hinkommen. Die Arbeit macht den beiden Spaß. Es sei für sie ein schönes Gefühl, dazu beizutragen, dass die Stadt sauber und gepflegt aussieht.

„Wir werden oft von Bürgen angesprochen, die sich darüber freuen, dass wir mit unserer Arbeit zur Attraktivität und Schönheit der Stadt beitragen.“ Das haben beide Saubermänner unabhängig voneinander festgestellt. Während ihrer Arbeit kommen sie zwangsläufig oft in Kontakt mit den Bürgern und Touristen. Es seien aber auch andere Kommentare wie zum Beispiel „Das Unkraut kommt sowieso bald wieder“ oder „Ist doch alles zwecklos“ vorgekommen. Niebank ist sogar schon von einem Betrunkenen angepöbelt worden. Dieser habe die Pylone, die Niebank zur Absicherung aufgestellt hatte, wie einen Fußball weg gekickt. „Das kann halt passieren“, lautet sein Kommentar.

Dennoch sind beide Bauhofmitarbeiter mit viel Herzblut unterwegs, um ihren Job zu erledigen. „Ich kann mich voll und ganz auf meine beiden Mitarbeiter verlassen“, lobt der Leiter des städtischen Bauhofs, Heiko Hesse, deren Einsatz.

Mit Karre, Schaufel, Hacke, Besen und Fugenkratzer

Niebank ist für die Reinigung der Innenstadt zuständig. Er beginnt jeden Montag- und Freitagmorgen um kurz nach 7 Uhr am Pferdemarkt und arbeitet sich inklusive der Nebenstraßen bis hin zum Neuen Markt vor. „Dabei achte ich nicht nur auf die Gehwege und Straßen, sondern auch auf die Beete rund um die Bäume und entferne Unkraut sowie Unrat, verstaue alles in blaue Säcke und transportiere die gefüllten Beutel zum Bauhof zur Entsorgung“. Zu seiner Ausrüstung gehören eine Karre, Schaufel, Hacke, ein Besen und Fugenkratzer. „Man muss ganz schön fit sein. Denn tiefes Bücken und auf Knien rumrutschen gehören zur Arbeit dazu“, weiß Niebank aus Erfahrung. „Wenn nötig, werde ich im Winter auch zum Streudienst eingeteilt. Da übernehme ich zumeist das Streuen auf den Zebrastreifen und Fußwegen“.

Viktor Maier ist auf dem Rotenburger Bahnhof voll im Einsatz.

Viktor Maier ist seit sieben Jahren von Montag bis Freitag ganz früh am Morgen für zwei Stunden auf dem Bahnhofsgelände der Kreisstadt mit Reinigungsarbeiten beschäftigt. Besonders im Fahrradunterstand muss er immer wieder zahlreiche Kippen und achtlos weggeworfenes Papier aufsammeln. Dabei habe er auch schon einiges erlebt. „Ich habe am Ende nicht mehr gezählt, wie viele Führerscheine oder auch Geldbörsen ich beim Säubern gefunden und nach der Arbeit beim Fundbüro der Stadt abgegeben habe“, erzählt er von seinem Arbeitsalltag am Bahnhof.

Reisende freuen sich über Sauberkeit

„Ich bin froh, dass ich in meinem Rentenalter noch sinnvolle Arbeit für die Allgemeinheit machen kann. Außerdem bin ich jeden Tag an der frischen Luft“, erklärt er, warum er diesen Zehnstundenjob angenommen hat. Oft werde er von Reisenden angesprochen, die sich über die Sauberkeit des Bahnhofgeländes freuen. „Dann bin auch ich zufrieden“.

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