Zwei Rotenburger bezahlen Autokäufe mit Falschgeld / Ottersberger verleiht fiktive Autos

Festnahmen in Rotenburg und Ottersberg

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Mediengruppe Kreiszeitung

Rotenburg - Wie erst jetzt bekannt wurde, ist es bereits am Mittwoch, 10. Juni, vormittags zu einer spektakulären Polizeiaktion in Rotenburg gekommen. Dabei sind ein 28-jähriger Haupttäter und der 35-jährige Mittäter verhaften worden.

Nach monatelangen Ermittlungen schlugen Fahnder der Polizei gleichzeitig an elf Objekten im nördlichen Niedersachen mit Schwerpunkten im Bereich Verden und Rotenburg zu. Dabei wurde ein weiterer 27-jähriger Mann aus Ottersberg verhaftet. Alle drei Festgenommenen befinden sich nach Angaben der Behörden in Untersuchungshaft. Der Mann aus Ottersberg steht laut Staatsanwalt Verden im Verdacht, seit Februar gewerbs- und bandenmäßig Betrügereien begangen zu haben. „Hintergrund ist, dass er auf seiner Internetseite Fahrzeuge zum Verleih angeboten hat, obwohl es diese Autos nie gegeben hat“, erklärte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Lutz Gaebel, auf Anfrage der Kreiszeitung. Der Verhaftete habe bei den Leasingnehmern Anzahlungen kassiert. Das habe ihm ordentlich Geld eingebracht. Insgesamt sieben derartige Delikte werden dem Mann nun zur Last gelegt. Weil der Ottersberger mehrere Mittäter bei seinen Betrügereien gehabt haben soll, die ihn bei seinen Straftaten unterstützten, wird dem Ottersberger zudem vorgeworfen, diesen Betrug bandenmäßig betrieben zu haben.

Die beiden Fälle stünden zwar nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit den Ermittlungen in Rotenburg, aber der Ottersberger sei bei den Festnahmen der beiden Kreisstädter ins Visier der Polizei geraten, so Staatsanwalt Gaebel.

Die inhaftierten Rotenburger stehen im Verdacht, in mindestens zwei Fällen Falschgeld in Umlauf gebracht zu haben.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Verden haben die Festgenommenen Autos von Privatkunden gekauft und den Kaufpreis mit gefälschten 500-Euro-scheinen beglichen. Über Details, wie der Fahndungserfolg zustande kam, gibt es keine Informationen. Das Ende der Fahnenstange ist bei den Ermittlungen sicherlich noch nicht erreicht, denn zurzeit laufen diese weiter auf Hochtouren. Um die Nachforschungen nicht zu gefährden, hält sich die Staatsanwaltschaft Verden mit weitergehenden Auskünften an die Medien noch zurück. „Es wird zurzeit ermittelt, ob die Festgenommenen noch mit weiteren Straftaten in Verbindung gebracht werden können“, so Staatsanwalt Gaebel. Auf Anfrage der Kreiszeitung erklärte der Pressesprecher der Polizeiinspektion Rotenburg, Heiner van der Werp, dass die Aktion auch in Rotenburger Polizeikreisen äußerst vertraulich behandelt worden sei. Nur wenige Beamte seien über die zeitgleiche Untersuchung überhaupt informiert gewesen.

go

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