Diakonieklinikum in Rotenburg erwartet mehr Patienten

Zwei neue Corona-Todesfälle

54 neue positive Corona-Tests gibt es im Kreis seit Freitag.
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54 neue positive Corona-Tests gibt es im Kreis seit Freitag.

Rotenburg – Im Landkreis gibt es zwei weitere Menschen, die an oder mit Covid-19 gestorben sind. Das hat das Gesundheitsamt am Montag berichtet. Eine 91-jährige Frau aus Kirchwalsede und ein 88-jähriger Mann aus Sittensen sind den Angaben nach am Wochenende im Krankenhaus gestorben. Damit gibt es nunmehr sechs Corona-Opfer im Kreisgebiet. Seit Freitag seien 54 neue Corona-Fälle aufgetreten. 207 Menschen gelten aktuell als infiziert, 21 befinden sich in stationärer Behandlung. Seit März wurden 716 (398 Männer und 319 Frauen) Fälle gezählt. Für rund 1 300 Kontaktpersonen im Landkreis ist die häusliche Quarantäne angeordnet. Der Inzidenzwert für Neuinfektionen binnen einer Woche in Bezug auf 100 000 Einwohner liegt den Angaben nach bei 88. Ob und welche Maßnahmen im Kreisgebiet nun noch getroffen werden müssen, will Rotenburgs Landrat Hermann Luttmann (CDU) am Mittwoch in einem Pressegespräch verkünden. Die meisten Fälle der 13 Kommunen verzeichnet derzeit Rotenburg mit 50. Sottrum hat 25, Scheeßel 22, Visselhövede 20, Bothel 16 und Fintel neun. Die Samtgemeinde Geestequelle wird aktuell als einzige Kreiskommune mit null Fällen verzeichnet.

Die seit Wochen steigenden Fallzahlen im Kreisgebiet hatte Dr. David Heigener, Chefarzt des Zentrums für Pneumologie am Agaplesion Diakonieklinikum Rotenburg, zuletzt als „Tsunami in Zeitlupe“ bezeichnet. Er meinte damit, dass stationäre Patienten im Diako zwar nur nach und nach mehr werden, man aber nicht wisse, wie hoch die Welle am Ende tatsächlich sein wird. Nach Angaben von Diako-Sprecher Matthias Richter von Montag sind derzeit von den 26 Betten im Zentrum für Intensivmedizin vier mit Covid-Patienten belegt. Acht Betten seien frei, binnen 24 Stunden könnten zwei weitere Betten mit Beatmung in Betrieb genommen werden. Richter: „Darüber hinaus haben wir noch eine größere Anzahl von Beatmungsgeräten, die sofort betriebsbereit sind. Dazu muss jedoch Personal aus anderen Bereichen umgesteuert werden.“ Das Diako beginne damit, nicht dringend notwendige medizinische Behandlungen zu verlegen, um weiteres Personal in diesem Bereich einsetzen zu können. „Wir rechnen damit, dass es notwendig werden könnte und sind darauf vorbereitet“, so Richter. Aktuell drohe noch kein Engpass in der medizinischen Versorgung für die Region, weil schnell weitere Kapazitäten geschaffen werden könnten. Nur: „Weil dazu Versorgungsbereiche, die nicht dringend medizinisch notwendig sind, eingeschränkt werden müssten, wäre ein Handeln der Politik wichtig, das uns diesen Schritt besser ermöglicht, ohne dass wir in ein wirtschaftliches Risiko geraten.“

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