Zuwendungsbescheid für neues Fahrzeug / Künftig auch Unterstedt im Fahrplan

Bürgerbus kehrt zum 60-Minuten-Takt zurück

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Der Rotenburger Bürgerbus (l.) und sein „Stellvertreter“. Im Frühjahr kommt „Robby 2“ dazu.

Rotenburg - Von Guido Menker. Große Freude beim Rotenburger Bürgerbus-verein: In dieser Woche hat den Vorsitzenden Bernhard Franz der Zuwendungsbescheid von der Landesnahverkehrsgesellschaft für die Beschaffung eines neuen Niederflurbusses erreicht. Dieser soll im Frühjahr als „Robby 2“ an den Start gehen. „Dieses Fahrzeug wird jetzt zügig beschafft“, versichert Franz. Nur damit sei nämlich auch die lange geplante Rückkehr des Bürgerbusses zum 60-Minuten-Takt überhaupt möglich.

Diese Umstellung erfolgt bereits mit dem Fahrplanwechsel zum 14. Dezember. Bis der neue Bus in Rotenburg auf dem Hof steht, behilft sich der Verein mit dem Ersatzbus, der aber nicht dauerhaft eingesetzt werden kann, weil er kein Niederflurfahrzeug ist. Kostenpunkt für „Robby 2“: Rund 110000 Euro. 64500 Euro kommen nun von der Landesnahverkehrsgesellschaft, den Rest übernehmen Landkreis und die Stadt Rotenburg.

Der Rotenburger Bürgerbus ist vor fast genau drei Jahren an den Start gegangen und hat seitdem mehr als 40000 Fahrgäste befördert. Und zwar ausschließlich im Stadtgebiet. Aber auch das soll sich ändern, denn vom 14. Dezember an fährt der Bus bis nach Unterstedt. „Mit dem neuen Fahrplan und den zwei Fahrzeugen im Einsatz erwarten wir zwar keine Verdoppelung der Fahrgastzahlen, hoffen aber auf eine Steigerungsrate von 30 bis 40 Prozent“, erklärt der Vorsitzende. Sollte es diese Steigerung auch bei der Anzahl der Fahrer geben, wäre alles in Butter. Aber auch der jetzige Personalstamm reicht aus, um die Fahrgäste künftig wieder viermal am Vor- sowie am Nachmittag zu chauffieren. Zurzeit nehmen 35 Männer und Frauen regelmäßig auf dem Fahrersitz Platz.

Sollte der Verein wirklich einmal seine bereits ausgearbeiteten Pläne für einen Anschluss der Ortschaften Mulmshorn und Waffensen mit gleichzeitiger Anbindung an den Bürgerbus Sottrum in die Tat umsetzen wollen, müssten allerdings noch einige ehrenamtliche Fahrer mehr gefunden werden.

Aber auch so hat der Verein alle Hände voll zu tun, um die Fahrpläne so anzupassen, dass Kunden und Fahrer gleichermaßen zufrieden sind. Die Linie 802 wird um das Neubaugebiet Brockeler Straße erweitert – dort kommen die Haltestellen „Elbauenweg“ und „Heinrich-Meyer-Straße“ hinzu. Außerdem umfasst die Linie 802 den Bereich Imkersfeld, Weicheler Damm, Otto-von-Guericke-Straße, der bislang von der Linie 803 bedient wurde.

Die Linie 803 wird bis nach Unterstedt erweitert. Dort gibt es künftig drei Haltestellen: „Am Brinkhof“, „Hauptstraße / Floorweg“ und „Am Schützenholz“, aber auch die Haltestelle „Ortsmitte“ ist mit drin. Im Bereich Grafeler Damm entfallen derweil die Haltestellen an der Straße Am Moorkamp, dafür kommen die Haltepunkte „Heinrich-Böll-Straße“, „Königin-Christina-Straße“ und „Am Linteler Feld“ neu hinzu. Die Haltestelle „Knickchaussee“ wird in den Einmündungsbereich des Moorkamps verlegt, so Franz. Von dort aus steuert der Bus dann die Haltepunkte „Libellenweg“ und „Stockforthsweg“ an.

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