Landkreis Rotenburg schafft nach Kritik mehr Platz in Corona-Zeiten

Zusätzliche Busse für Schüler

Gerade in der Corona-Zeit sind die sehr vollen Schulbusse im Land ein Problem. Auch der Landkreis handelt jetzt.
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Gerade in der Corona-Zeit sind die sehr vollen Schulbusse im Land ein Problem. Auch der Landkreis handelt jetzt.

Rotenburg – Der Landkreis setzt mehr Busse im morgendlichen Schülerverkehr ein, um mehr Platz zwischen den jungen Fahrgästen zu schaffen. Das hat Erster Kreisrat Torsten Lühring am Freitag bestätigt. Schulleiter und auch die Kreispolitik hatten zuletzt Alarm geschlagen, weil die Zustände in Corona-Zeiten nicht mehr tragbar gewesen seien. Hygiene-Regeln in den Schulen würden durch sehr volle Schulbusse torpediert, so der Tenor.

Schon ab kommender Woche soll das besser werden. „Die Busunternehmen arbeiten sehr konstruktiv mit uns zusammen“, lobt Lühring Weser-Ems-Bus (WEB) als Dienstleister im Südkreis als auch den Omnibusbetrieb von Ahrentschildt für den Nordkreis. Geplant sind von WEB schon ab kommender Woche Verstärkerfahrten, notfalls auch mit Reisebussen, zur ersten Stunde auf diesen Linien:

.  Linie 871 von Rotenburg nach Scheeßel;

.  Linie 871 von Scheeßel nach Rotenburg;

.  Linie 880 von Jeddingen nach Rotenburg;

.  Linie 888 von Hemslingen nach Rotenburg;

.  Linie 859 von Stuckenborstel nach Sottrum;

.  Linie 889 von Visselhövede nach Rotenburg;

.  Linie 856 von Eversen nach Tarmstedt und

.  Linie 851 von Stuckenborstel nach Rotenburg.

Ab der übernächsten Woche sollen auch im Nordkreis fünf Linien verstärkt werden. Wie teuer die Maßnahme für die Kreiskasse wird, ist noch unklar. Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) hatte am Donnerstag angekündigt, den Kommunen landesweit als „Sonderfinanzhilfe“ der Coronakrise insgesamt 30 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen, um den Schülerverkehr zu verbessern. Was davon im Landkreis ankommt, bleibt abzuwarten. Lühring: „Wir werden sicherlich in der kommenden Woche weitere Informationen aus Hannover erhalten.“ Die Auszahlung soll durch die Landesnahverkehrsgesellschaft erfolgen, sodass nur die Kommunen Geld erhalten, die tatsächlich mehr Platzkapazitäten schaffen oder besondere Hygienemaßnahmen veranlassen.

Die Idee, die Anfangszeiten der Schulen zu entzerren und mehr Busse auch zu späteren Zeiten einzusetzen, scheint dagegen schwierig umsetzbar. Es gebe „leider kaum“ Schulen, die sich diesbezüglich flexibel zeigen, so Lühring. Lediglich für die Grundschule in Gnarrenburg seien zusätzliche Anfahrten zur dritten Stunde in der Prüfung. „Leider hat auf eine Umfrage unter 62 Schulen im Landkreis nur diese Schule die Bereitschaft zur Staffelung von Unterrichtszeiten erklärt. Alle anderen Schulen im Landkreis haben noch nicht geantwortet oder erklärt, dass für sie eine Staffelung der Unterrichtszeiten nicht in Betracht käme“, so Lühring enttäuscht.

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