Rotenburg startet zum siebten Mal beim Stadtradeln

Zielmarke: 250 000 Kilometer

Der  Vorderreifen eines Fahrrades bietet den Rahmen für die untergehende Sonne.
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Bald geht’s wieder rund – beim Stadtradeln ab dem 30. Mai.

Rotenburg – Das Land unterstützt in diesem Jahr die teilnehmenden Kommunen beim Stadtradeln mit einer Summe von 150 000 Euro. Wer sich fix anmeldet, kommt zum Zug. Und so hat sich Andrea Rieß vom Umweltschutzbüro der Stadt Rotenburg nicht zwei Mal bitten lassen: Nach mehreren Versuchen hat sie die Kreisstadt rechtzeitig und damit zum siebten Mal seit 2015 angemeldet – und von der Landesförderung profitiert. Im Klartext: Die 820 Euro Startgebühr kann sie sich sparen.

Bei Andrea Rieß laufen auch in diesem Jahr wieder die organisatorischen Fäden zusammen, wenn es um das Stadtradeln geht. Seit Mittwoch ist die Kreisstadt freigeschaltet. Das bedeutet: Wer dabei sein möchte, kann sich wieder registrieren, und auch das Einrichten der Teams auf der Rotenburger Seite ist bereits möglich. Der Startschuss für das Stadtradeln fällt in diesem Jahr am Sonntag, 30. Mai. Bis zum 19. Juni haben die Teilnehmer dann Gelegenheit, fleißig Kilometer zu sammeln. Bürgermeister Andreas Weber (SPD) blickt in einem Gespräch mit der Presse kurz auf die bisherigen Ergebnisse und formuliert mit großer Zuversicht eine Zielmarke für die siebte Auflage: „250 000 Kilometer müssten zu schaffen sein.“

Das allerdings setzt ausreichend Teilnehmer voraus. Die bisherige Höchstmarke hat Rotenburg 2019 erreicht – mit 1 162 Radlern kamen am Ende 241  960 Kilometer zusammen. Im ersten Corona-Jahr sank die Zahl der Fahrer auf 946, aber die der geradelten Kilometer nur auf 234  852. „Das ist also noch richtig was drin“, findet Andreas Weber (SPD), selbst seit Jahren schon leidenschaftlicher Fahrradfahrer.

Diese Leidenschaft hat bei ihm etwas mit Überzeugung zu tun: In den vergangenen Jahren weist er nicht nur immer wieder auf die Bedeutung einer Verkehrswende hin, bei der der Wechsel vom Auto auf das Fahrrad von zentraler Bedeutung ist. Weber sieht darüber hinaus auch einen Beitrag zur Gesundheit. Angesichts der Pandemie weiß er aber auch: „Das Impfen steht zurzeit absolut im Fokus.“ Aber der Klimaschutz sei genauso wichtig, gerate in diesen Zeiten jedoch ein wenig ins Hintertreffen. Daher sei das Stadtradeln ein guter Ansatz, um auf die Klimaprobleme hinzuweisen. Das steckt auch hinter der Aktion, die das Klimabündnis ins Leben gerufen und unter das Motto „Radeln für ein gutes Klima“ gestellt hat. Jeder Kilometer mit dem Rad ist gut, besonders wenn er sonst mit dem Auto zurückgelegt worden wäre.

Zumindest in kleiner Form will die Stadt Rotenburg zum Auftakt und auch zum Abschluss des Stadtradelns gerne etwas auf die Beine stellen – unklar ist allerdings noch, in welchem Umfang das möglich sein wird. „Das können wir nur kurzfristig entscheiden“, sagt Weber. Er und Andrea Rieß werden aber auf jeden Fall die Stadtradeln-Stars zur Eröffnung einladen – nicht zuletzt auch, um ihnen die Autoschlüssel abzunehmen. Denn die Stadtradeln-Stars erklären sich auch diesmal wieder bereit, drei Wochen lang komplett auf die Nutzung eines Autos zu verzichten. Wer sich das zutraut, kann sich ab sofort bei Andrea Rieß im Rathaus unter der Telefonnummer 04261 / 71104 melden. Dort sind auch die Erfassungsbögen für die geradelten Kilometer erhältlich. Die sind interessant für Teilnehmer, die auf die Nutzung der App auf dem Smartphone oder der Seite im Internet verzichten möchten. Im Internet gibt es alle weiteren Informationen zu dieser Aktion unter der Adresse www.stadtradeln.de.

Andreas Weber ermutigt diesmal erneut vor allem Firmen und Betriebe sowie die Schulen, sich an dieser Klimaschutz-Aktion mit entsprechenden Teams zu beteiligen. „Im vergangenen Jahr hatten wir viele neue Teams, die sich angemeldet haben“, freut er sich über die Resonanz.

Sottrum radelt gleich im Anschluss

Sottrum wagt in diesem Jahr die zweite Teilnahme beim Stadtradeln. Dort beginnt die Umwelt-Aktion gleich im Anschluss zu den Rotenburgern am 20. Juni und endet am 10. Juli. „Wir übernehmen sozusagen direkt den Staffelstab“, so Klimaschutzmanagerin Kirstin Taberski, die das Stadtradeln für die Samtgemeinde organisiert, auf Nachfrage. Die Sottrumer waren bei ihrer Premiere 2020 durchaus erfolgreich. Rund 450 aktive Radler haben damals mehr als 84 000 Kilometer gefahren und damit mehr als zwölf Tonnen CO2 eingespart. Das blieb nicht unbemerkt: Ende des Jahres zeichnete die Metropolregion Hamburg die Samtgemeinde als „besten Newcomer“ aus. Keine der anderen Kommunen, die erstmals beim Stadtradeln teilnahmen, haben in der Metropolregion mehr Kilometer geschafft. Der Gewinn: Eine öffentliche Fahrradreparaturstation.

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