Rotenburger Streetworker laden zum Benefiz-Kraftakt

Das Ziel: 5 000 Klimmzüge

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Die Klimmzugstange hatten Organisatoren und Sponsoren vergessen, dafür hielten sie die Werbeplakate ganz fest: Hans-Joachim Boschen (v.l., Stadtwerke), Rolf Ludwig (Rolf-Ludwig-Stiftung), Trainer Peter Schäfer und Rotenburgs Streetworker Franziska Gölitzer und Eduard Hermann.

Rotenburg – Früher gab es weniger Schwerkraft. Davon ist Rotenburgs Bürgermeister Andreas Weber (SPD) überzeugt, wenn es um das Thema Klimmzüge geht. Heute, sagt der 62-Jährige schmunzelnd, falle es ihm deswegen deutlich schwerer, Klimmzüge zu machen.

Vielleicht probiert sich der einstige Handballtorwart und heutige Verwaltungschef am Sonnabend, 21. September, aber doch einmal am Reck, das dann in der Fußgängerzone stehen wird. Zum ersten Mal lädt das Streetworker-Team mit Eduard Hermann und seiner neuen Kollegin Franziska Gölitzer nämlich zum „ROW Pull Up Day“ – Klimmzüge für den guten Zweck.

Das gab es doch schon mal? Tatsächlich. Schon vier Mal hatte das Team um die Streetworkout-Gruppe („Sworow“) zu einem ganz ähnlichen Event geladen. Weil dieses weltweit allerdings schon an diesem Wochenende organisiert wird und am Sonntag noch die „Xletix Challenge“ in Grömitz ansteht, gibt es in diesem Jahr eine ganz eigene, Rotenburger Version.

Und die eröffne dann auch ein paar mehr Freiheiten, wie Trainer Peter Schäfer verdeutlicht: „Wir sind nicht so stark an die Vorgaben gebunden.“ Beim weltweiten Klimmzugtag zähle nur die technisch korrekte Ausführung, nun aber könne man auch mal ein Auge zudrücken. Schon in den Vorjahren seien viele Bewohner der Rotenburger Werke vorbeigekommen, die aber zumeist nicht gewertet werden durften. Auch Hilfestellungen waren untersagt, nun aber packe man ein paar Gummibänder ein, die den Klimmzug erleichtern.

Vier Stunden lang, von 10 bis 14 Uhr, gilt es dann auf der Aktionsfläche vor Sport Lehmann, möglichst viele Klimmzüge zu schaffen. Mitmachen kann jeder, eine Anmeldung ist nicht notwendig. 50 bis 60 Teilnehmer waren es zuletzt, 4 881 Klimmzüge wurden absolviert. Damit war man unter allen Teilnehmern in Deutschland schon ganz oben, vor Berlin und Hamburg. Dieses Jahr ist das Ziel noch höher gesteckt: 5 000 Klimmzüge. Mit den Rotenburger Stadtwerken und der Rolf-Ludwig-Stiftung haben sich zwei lokale Partner gefunden, die für jeden Klimmzug 25 Cent in die Spendenkasse für das Offene Sportprojekt packen. „Ehrensache, wir haben das schon immer unterstützt“, lobt Ludwig die Integrationsfunktion der Aktionen.

Streetworker Hermann betont, dass man mit „Sworow“ deutschlandweit Vorreiter war, was den Gegentrend zur klassischen Gerätefitness betrifft. Auch dafür wolle man am 21. September werben. Als Anreiz für Teilnehmer gibt es bei 100 (Frauen) oder 200 (Männer) Klimmzügen binnen vier Stunden besondere T-Shirts. Ob Bürgermeister Weber demnächst auch eins zum Anzug trägt, wird sich zeigen.

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