Gastronom setzt Traum von Pop-Up-Veranstaltung im Stil der 20er Jahre um

Im Zeichen der Prohibition

Malte Holsten (l.) und Philipp Landschof sind die Macher des Prohibitionsdinners. - Foto: Heyne

Rotenburg - Die Lagerhalle in Rotenburg, die versteckt im Gewerbegebiet Hohenesch liegt, ist gähnend leer – noch. Schon bald fließen dort beim Prohibitionsdinner edle Tropfen, werden gediegene Speisen direkt vor den Augen der Gäste in der Showküche zubereitet und serviert, alles im stilvollen Ambiente der 1920er Jahre, dazu stimmige Beleuchtung und Hintergrundmusik vom Barpiano.

Allerdings nur zwei Wochen lang, dann ist der Traum wieder vorbei und die Lagerhalle dient wieder ihrem eigentlichen Zweck. Das, was bisher nur in der Fantasie existiert, entspringt dem Kopf von Philipp Landschof und hat einen Namen: „Dinner anno 1920“. Kennengelernt hat der gelernte Koch das Konzept der Pop-Up-Gastronomie vor einigen Jahren in der Schweiz.

Seitdem spukte es dem Küchenmeister, der seit eineinhalb Jahren unter eigenem Namen das Rotenburger Catering-Unternehmen Wesling weiterführt, im Kopf herum: „Ein exklusives Event mit hochwertigen Speisen in stimmigem Ambiente, von den in Hamburg exklusiv gebauten Designer-Ledersesseln bis zu den langen Vintage-Tischen aus Holzbohlen, rustikalem Charme mit schwarzen Federn und weißen Perlen, dazu ausgesuchte Weine und außergewöhnliche Drinks.“

Der Clou: Die Tafelrunde, bei der gutes Essen und gute Gespräche auch unter bisher Unbekannten im Vordergrund stehen, steht im Zeichen der Prohibition. Das Thema der „Roaring Twenties“ habe sich aus der Örtlichkeit ergeben; die Lagerhalle des Veranstaltungstechnikers Malte Holsten habe sich für dieses Motto angeboten. „Auch in den 20er Jahren wurden gediegene Feste ja an abgelegenen Locations unter dem Siegel der Verschwiegenheit gefeiert“, sagt der Rotenburger. Im Mittelpunkt steht das Menü: „Auch wenn wir im Anschluss die Möglichkeit zu Musik und Tanz offenhalten: Es geht nicht darum, eine Sause zu machen, sondern um einen Genießerabend“, betont der ehemalige Verantwortliche für den Veranstaltungsverkauf im Bremer Parkhotel.

Das exklusive Vergnügen, das vom 19. bis zum 30. April immer dienstags bis samstags buchbar ist, hat seinen Preis: Stolze 100 Euro sind für das Vier-Gänge-Menü inklusive Getränke fällig. „Eigentlich viel zu wenig“, meint Landschof, der nach eigenem Bekunden kein Plus mit der Veranstaltung einfährt: „Es geht mehr um Image – und um die Lust, diesen Traum zu realisieren.“

Drei Köche und einige Küchenhilfen sorgen für die Rundumbetreuung der 60 bis 80 Gäste pro Abend und wollen so ein neues Klientel bedienen. Wo früher Grünkohl- und Gänseessen zelebriert wurden, ist heute Live-Cooking im Trend. „Da darf die Kochstation auch mal im Wintergarten stehen, und wer Lust hat, macht selbst mit“, so Landschof über die neue Generation von Gästen, denen eine stimmige Ausstattung ebenso wichtig ist wie das Essen und die dafür auch tief in die Tasche greifen.

Auch wenn das Prohibitionsdinner eine einmalige Sache ist: Die Idee des Pop-Up-Events geht weiter – Ideen haben Holsten und Landschof jede Menge. - hey

Anmeldungen unter buchung@popup-gastro.de oder 04269 / 9511471

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