Der Zehner wird zehn

Das Rotenburger Regio-Geld erweist sich als beliebtes Geschenk

+
Heinz Gehnke präsentiert den Jubiläumszehner, der vom 30. September an zu haben ist. Aus seiner Schnapsidee ist eine beliebte Geschenkidee geworden. Mehr als 33.000 Rotenburger Zehner sind bereits verkauft worden.

Rotenburg - Von Guido Menker. Herzlichen Glückwunsch! Der Rotenburger Zehner wird zehn Jahre alt. Anlass für Heinz Gehnke aus dem Rotenburger Info-Büro, zum Geburtstag des Regio-Geldes einen Schein mit neuem Motiv herauszugeben. Zu haben ist er vom 30. September an. Gleich neben der Bühne wird er erstmals auf dem nächsten Rotenburger Kartoffelmarkt zu haben sein.

Gehnke selbst hatte vor zehn Jahren die Idee, den Zehner ins Leben zu rufen. Gemeinsam mit der Rotenburger Kreiszeitung ist daraus binnen kurzer Zeit Realität geworden. Am 8. Dezember 2008 kam der Rotenburger Zehner in Umlauf. In unregelmäßigen Abständen wechselten die aus der Feder von Holger Roselieb stammenden Zeichnungen als Motiv des Regio-Geldes. 

Der Brunnen auf dem Pferdemarkt zierte die erste Auflage, danach folgten das Heimathaus, der Stadtspeicher, das Rathaus, die „Paar-oh-die“ auf dem Neuen Markt, das Kantor-Helmke-Haus sowie die Meinungsfreiheit vor dem MK-Pressehaus an der Großen Straße als Motive auf dem Schein. Auf dem Jubiläumszehner sind neben dem Rathaus der Pferdebrunnen und das Tor zur Stadt zu sehen, sagt Gehnke. Mit dem Rotenburger Zehner seien mehr als 330.000 Euro als Kaufkraft an die Stadt gebunden worden, freut sich der Mann aus dem Rotenburger Info-Büro.

Der Rotenburger Zehner ist eine schöne Geschenkidee für alle, die keine Geschenkidee haben. Und: Das Geld bleibt in der Kreisstadt. Denn: Hier gibt es inzwischen mehr als 120 Annahmestellen, Geschäfte also, die den Zehner wie normales Bargeld behandeln. Die Geschäftsleute wiederum können diese anschließend im Rathaus gegen „echtes“ Geld eintauschen. 

Gebühren kostet der Zehner nicht

Was den Rotenburger Zehner so einzigartig mache: Die Kaufleute zahlen und kassieren keine Gebühr. Zehn Euro bleiben für den Kunden also zehn Euro. Und das macht offensichtlich Lust darauf, ihn zu erwerben, um anderen Menschen damit eine Freude zu machen. „Das war auch so gewollt“, sagt Gehnke. Aber noch viel wichtiger sei der wirtschaftliche Nutzen, weil das Geld eben in Rotenburg ausgegeben wird.

Gehnke weiß zum Beispiel, dass einige Stationsteams im Agaplesion Diakonieklinikum Rotenburg immer am Jahresanfang ein gewisses Kontingent erwerben, um es zu Geburtstagen der Kollegen und anderen Jubiläen zu verschenken. Aber auch im privaten Bereich diene der Zehner immer wieder gerne als Mitbringsel oder kleine Anerkennung sowie als Geschenk. „Das ist doch besser, wenn das Geld wie ein Gutschein in vielen verschiedenen Geschäften genutzt werden kann“, erklärt Heinz Gehnke. Damit falle dann ein großer Teil der Umtauschgeschäfte weg, zu denen es oft kommt, weil das Geschenk eben doch nicht ganz passend war.

Der erste Schein aus dem Jahr 2008 übrigens ist nie in Umlauf gegangen. „Wo aber ist er geblieben?“, fragt Gehnke. Wer die richtige Antwort kennt, können jetzt einen von fünf Jubiläumsgutscheinen gewinnen. Kleiner Tipp vom Mann aus dem Rathaus: „Er ist eingerahmt und hängt irgendwo in der Stadt.“ Die Antwort auf diese Frage kann per E-Mail an tib@rotenmburg-wuemme.de gerichtet werden. Die Auflösung gibt es am 30. September im Rahmen des Rotenburger Kartoffelmarktes.

Mancher sammelt die Scheine auch

Beliebt ist der Rotenburger Zehner übrigens auch außerhalb von Rotenburg. So seien in den vergangenen zehn Jahren schon viele der Gutscheine beispielsweise als Geschenk in die USA gegangen. Dort lebende Deutsche erfreuten sich immer wieder an den Motiven aus der alten Heimat. Außerdem sei festzustellen, dass nicht alle Rotenburger Zehner für die Auszahlung des Geldes ins Rathaus zurückkommen. Nicht, weil die Kaufleute das vergessen, sondern weil es eine ganze Reihe von Menschen gibt, die so begeistert von den Zehnern sind, dass sie sie sammeln.

Die erste Ausgabe des Zehners verkaufte sich übrigens 1629 Mal. Das beliebteste Motiv war das Kantor-Helmke-Haus. 5999 dieser Zehner haben den Besitzer gewechselt. Das Heimathaus ist 5042 Mal, das Motiv mit der Meinungsfreiheit 4831 Mal verkauft worden. Dass auch der Jubiläumsschein für einen guten Absatz sorgen wird, sollte eigentlich klar sein.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Erntefest in Etelsen

Erntefest in Etelsen

Tag der offenen Tür bei Kinderhospiz Löwenherz

Tag der offenen Tür bei Kinderhospiz Löwenherz

Papst gedenkt Holocaust-Opfern und warnt vor Antisemitismus

Papst gedenkt Holocaust-Opfern und warnt vor Antisemitismus

Erntefest in Dötlingen

Erntefest in Dötlingen

Meistgelesene Artikel

Polizei sucht mit Video nach Tätern vom Raub in Sottrum

Polizei sucht mit Video nach Tätern vom Raub in Sottrum

„Eine unglaubliche Vorstellung“

„Eine unglaubliche Vorstellung“

Jürgen Wahlers und Hans-Georg Wagner gehen auf dem Meyerhof den Bund der Ehe ein

Jürgen Wahlers und Hans-Georg Wagner gehen auf dem Meyerhof den Bund der Ehe ein

York Buchholtz, erster Kommandeur des Jägerbataillons 91, verlässt Rotenburg

York Buchholtz, erster Kommandeur des Jägerbataillons 91, verlässt Rotenburg

Kommentare