Gedichte und Prosatexte über Ornithologie

Literarisches Quartier im Zauber der Vogelwelt

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Beifall in der Cohn-Scheune für die Gruppe „Literarisches Quartier“ aus Bremen.

Rotenburg - Der Termin für das Literarische Quartier aus Bremen hätte nicht besser gewählt werden können. Pünktlich zum Frühlingsanfang lasen die sechs Literaturschaffenden am Dienstagabend in der Rotenburger Cohn-Scheune Gedichte und Prosatexte zum Thema „Im Baum die Amsel singt, als wäre alles beim Alten“. 

Seit 17 Jahren gibt es die Gruppe, bestehend aus Barbara Alms, Inge Buck, Johannes Feest, Mathias Groll, Cornelius Kopf-Finke und Eberhard Schmidt. Sie entstand damals in Bremen aus einer spontanen Idee heraus. Bei ihrem Auftritt in Rotenburg begleitete sie musikalisch Ulrich Mückenberger mit der Klarinette.

Stellvertretend für den Förderverein begrüßten Claudia Koppert und Manfred Göx die Gäste in der Cohn-Scheune. Die Veranstaltung lockte zahlreiche Besucher in das historische Gebäude. Für Stehplätze wäre kaum noch Platz geblieben, so groß war der Andrang.

Witz und Humor, Nachdenklichkeit und Besinnung

Vogelruf und Flügelrauschen in Dichtungen von großen und weniger bekannten Dichtern aus vielen Teilen der Welt erwartete das Publikum. Der in sechs Programmabschnitte unterteilte Abend wurde, was Claudia Koppert zuvor versprochen hatte: eine subjektive Auswahl von Texten mit fließenden Übergängen zwischen Literatur und Ornithologie. Witz und Humor, Nachdenklichkeit und Besinnung, hintergründiges Reflektieren und eigenwillige Zeilen – das machte die Beiträge aus.

Der ganze Zauber der Vogelwelt, scheinbar schwereloses Schweben über Grenzen hinweg, der Gesang der Nachtigall, das Krächzen der Rabenvögel und das „Zwiegespräch“ zwischen Mensch und Kreatur – das alles waren Themen der Texte. Für Dichter geht von Amseln, Schwänen, Möwen, Raben, Tauben oder Kranichen offenbar eine besondere Faszination aus. Besonders die klugen, im Sonnenlicht metallisch-schwarz glänzenden Rabenvögel haben Künstler immer wieder fasziniert und inspiriert.

Das Literarisches Quartier, bestehend aus Literatur- und Theaterwissenschaftlern, Neurologen und Psychoanalytikern sowie Forschern, die teilweise selbst schreiben, hat sich an diesem Abend in der Wümmestadt sichtbar wohlgefühlt. - bn

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