Das Eigenheim der Familie Kaiser ist mit Gebäudeautomatisierung ausgestattet

Wohnen im steuerbaren Haus

Rotenburg - Von Farina Witte. Zeitgesteuerte Rollläden oder das Wohnzimmerlicht vom Bett aus ausschalten – diese Annehmlichkeiten haben sich für Julia und Torben Kaiser bewährt. Das junge Ehepaar ist im vergangenen Jahr in sein gemeinsames Eigenheim in Rotenburg gezogen. Während des Umbaus hat der gelernte Elektrotechnikermeister das Haus komplett vernetzt.

Das Haus haben die beiden von Torben Kaisers Eltern übernommen und innerhalb von sieben Wochen komplett renoviert. Da sie dabei auch eine Fußbodenheizung eingebaut haben, war der Boden ohnehin geöffnet, und so konnte Kaiser die Chance nutzen und die Verkabelung für die Gebäudeautomatisierung verlegen. Im Haus sind so jede Menge Kabel versteckt. „Insgesamt waren es mehr als zwei Kilometer“, sagt Kaiser. Diese waren der Grundstein für die Vernetzung des Hauses. Alle Verbindungen laufen im Keller an einer Schaltzentrale zusammen. Von dort aus kann der Elektrotechnikermeister die Vorgänge programmieren.

Kaiser gesteht Kinderkrankheiten

„Wir haben ein komplettes Rundumpaket“, sagt Kaiser. So etwas gebe es recht selten. Doch die Inspiration dafür hat der junge Mann bei der Arbeit gefunden. „Da hat man schon Ideen gesammelt.“

Seit dem Frühjahr 2016 nutzen er und seine Frau die Automatisierung schon. „Natürlich sind da noch so ein paar Kinderkrankheiten drin“, berichtet der 26-Jährige. Zum Beispiel hat die Einstellung, die die Rollläden bei Regen automatisch herunterfährt, bei einem Sturm dazu geführt, dass die Vorrichtungen an den Fenstern mitten in der Nacht alle zwei Minuten hoch und wieder runter fuhren. „Da musste ich dann mit dem Laptop in den Keller und das Ganze umprogrammieren“, erinnert sich Kaiser. Das sei das Gute an dem System, denn es kann jederzeit umprogrammiert und erweitert werden.

Insgesamt habe sich die Gebäudeautomatisierung für die Familie aber bewährt. Zum Beispiel ist auch der Feuerwehrpieper von Kaiser mit dem System verbunden. Schlägt dieser Alarm, gehen das Licht im Schlafzimmer sowie die Lampen auf dem Weg nach draußen an, berichtet der Feuerwehrmann. „Das Garagentor geht auch zeitgleich hoch“, erklärt Kaiser. Wenn es sich um einen Fehlalarm handelt oder er aus verschiedenen Gründen nicht zum Einsatz fahren kann, dann lässt sich der Vorgang auch manuell in der App abbrechen.

„Es läuft viel automatisch“

Mit der App, die zu dem System dazu gehört, und von einem Display im Wohnzimmer aus, lässt sich alles steuern. „Die ist ganz einfach aufgebaut“, erklärt Kaiser, „man kann Profile einstellen, zum Beispiel, dass nachts die Rollläden automatisch runterfahren.“ Das Radio, die Fußbodenheizung und natürlich auch das Licht lassen sich über die App steuern. „Es läuft viel automatisch“, weist Kaiser auf die fest eingestellten Steuerungen hin. Dazu gehört auch, dass die Rollläden ab einer gewissen Temperatur herunterfahren, damit es drinnen angenehm kühl bleibt. Das Ehepaar muss sich auch nicht mehr den Kopf darüber zerbrechen, ob es den Herd ausgestellt hat, wenn es wegfährt. Mit der App könnten die beiden das auch von unterwegs aus erledigen. Doch trotz App und Display, kann man alle Geräte und Lichtschalter natürlich weiterhin auch manuell bedienen, betont Kaiser. „Ich hatte anfangs etwas Angst, dass ich die Lichtschalter nicht benutzen kann. Ich dachte, ich zerschieße dann die ganzen Einstellungen“, erinnert sich Julia Kaiser an ihre anfängliche Unsicherheit.

Derzeit macht die Familie bei dem Gewinnspiel „Dein Zuhause – Interhyp und Focus suchen das schönste Wohnprojekt“ mit. Die Bewerbung hat sich gelohnt: Aus vielen Einsendungen haben sie es unter die zehn geschafft, für die noch bis Freitag, 15. September, gevotet werden kann.

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