Kommunen im Landkreis suchen Lösungen für überfüllte Sammelplätze

Wohin mit dem Grünzeug?

Das Laub von den Straßen und Radwegen muss weg. Aber gerade in privaten Gärten kann es auch mal liegen bleiben, heißt es aus dem Kreishaus.
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Das Laub von den Straßen und Radwegen muss weg. Aber gerade in privaten Gärten kann es auch mal liegen bleiben, heißt es aus dem Kreishaus.

Rotenburg – Kreispolitik und Kreisverwaltung sehen derzeit keine Möglichkeiten, die Situation an den aktuell zeitweise sehr überfüllten 17 Grünsammelstellen in der Region zu entlasten. Der Andrang sei Corona-bedingt sehr groß – die Leute hätten oftmals mehr Zeit, um Laub einzusammeln und Bäume sowie Sträucher zu beschneiden, hieß es am Mittwochnachmittag im Ausschuss für Abfallwirtschaft des Kreistags. Unterstedts Ortsbürgermeister Uwe Lüttjohann (SPD) hatte von teils chaotischen Zuständen, langen Staus auf den Zufahrten und großem Streitpotenzial berichtet. Er brachte einen Sonderzuschuss des Kreishaushalts an die Kommunen ins Spiel, die die Sammelplätze betreiben und so für längere Öffnungszeiten sorgen könnten. Doch das fand keine Zustimmung.

Erster Kreisrat Torsten Lühring verwies auf die Kosten, die durch den Gebührenhaushalt exakt gedeckt seien und Investitionen des Landkreises in die kommunalen Plätze allein im kommenden Haushaltsjahr in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro. Dadurch werde die Situation zumindest langfristig verbessert. Kurzfristig einzugreifen, sei hingegen Sache der Kommunen. Wie Rotenburgs Bürgermeister Andreas Weber (SPD) stellvertretend für seine Amtskollegen auf Nachfrage betonte, sei das durch Sonderöffnungszeiten im Herbst auch geschehen. Zudem stellten immer mehr Kommunen zusätzlich Laubcontainer auf – in Rotenburg beispielsweise am Lagerplatz an der Straße Zur Kumpwisch (direkt vor der Kläranlage), der an den November-Samstagen zwischen 14 und 16 geöffnet ist. In Visselhövede kann das Laub auf dem Grünsammelplatz in Nindorf-Paterbusch in diesem Monat mittwochs von 14 bis 17 Uhr und samstags von 9 bis 13 Uhr abgegeben werden. Im Dezember ist die zusätzliche Sammelstelle samstags von 10 bis 12.30 Uhr geöffnet. In Fintel steht ein Laub-Container an den Genossenschaftsmühle, in Scheeßel. Noch mehr Container würden aber noch mehr Nachfrage erzeugen, so Lühring. Er plädierte stattdessen an die Bürger, die Stoßzeiten an den Sammelplätzen zu meiden und Laub im Sinne der Natur auf dem Grundstück auch einfach mal liegen zu lassen.

Die genauen Öffnungszeiten der Sammelstellen sind über die App der Abfallwirtschaft Rotenburg oder über die Landkreis-Seite www.lk-row.de abrufbar.

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