Gespräch am 14. März

Touristikverband Landkreis Rotenburg: Wohin geht die Reise?

Petra Welz und Udo Fischer vom Tourow haben einige Projekte im Blick. Foto: Menker
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Petra Welz und Udo Fischer vom Tourow haben einige Projekte im Blick.

Manchmal muss sich auch der Touristikverband Landkreis Rotenburg (Tourow) diese eine Frage stellen: Wohin geht die Reise? Grundsätzlich ist die Richtung für die Arbeit vorgegeben: Alles wird noch viel digitaler. Aber auch dabei ist eines klar: Viele Wege führen zum Ziel. Im März könnten erste Etappen bereits abgesteckt werden.

Rotenburg - Von Guido Menker. Wohin geht die Reise? Diese Frage soll am 14. März im Rotenburger Rathaus auf den Tisch kommen. Dort treffen sich Vertreter aus den Städten und Gemeinde des Landkreises, aus dem Kreishaus und des Tourow, um sich mit der weiter voranschreitenden Digitalisierung auch im Tourismus auseinanderzusetzen. 

Dass der Tourow dieses Gespräch sucht, hat einen guten Grund: „Wir machen diese Arbeit nicht für uns, sondern für den Landkreis und die Kommunen“, sagt Tourow-Geschäftsführer Udo Fischer. Er wünscht sich, auf den digitalen Plattformen eine noch engere Vernetzung sowie eine optimierte und damit einfachere Zusammenarbeit.

Aufwand enorm

Das Problem schildern Udo Fischer und seine Kollegin Petra Welz in einem Gespräch mit der Kreiszeitung. Der Tourow allein betreibt zurzeit sieben Internetseiten, einen Instagram-Account für die Nordpfade und geht auch via Twitter an die Öffentlichkeit. 

„Dieser digitale Weg ist für uns eine ganz wichtige Bindungsklammer, um Interesse zu wecken“, betont Fischer. Aber: „Der Aufwand ist ein Wahnsinn“, fügt Petra Welz hinzu. Alle Seiten müssen einzeln bespielt und auf dem aktuellen Stand gehalten werden. Gibt es eine Änderung, ist diese auf allen Seiten einzeln einzupflegen.

Technisch ist da allerdings mehr möglich, und deshalb setzt man künftig auf eine Datenbank, die die Arbeit auf den digitalen Plattformen effizienter zu machen. Von 2020 an will der Tourow eine solche Möglichkeit nutzen, um die verschiedenen Plattformen zu bespielen. Und zwar eng verknüpft mit den Gemeinden, die ebenfalls selbst Änderungen an ihren Seiten vornehmen können, die zeitgleich dann auch auf den Plattformen des Tourow greifen. 

Land Brandenburg als Vorbild

„Das kostet am Anfang natürlich sehr viel Arbeit, auch wegen der einzustellenden Regeln, nach denen das Material veröffentlicht wird“, erklärt Fischer. Aber auf Sicht profitierten eben alle Beteiligten davon. Eine Art Vorbild sei in dieser Hinsicht das Land Brandenburg, das dafür sogar einen Tourismus-Preis bekommen habe. Das Rad muss also nicht neu erfunden werden, allerdings liege eine der Herausforderungen darin, es eben für die speziellen Belange und Interessen im Landkreis Rotenburg anzupassen. 

„Die Daten und das Wissen über diese Region sind und bleiben unser Ding - wir behalten die Datenhoheit“, fügt der Tourow-Geschäftsführer hinzu. Zugleich sei es erforderlich, vor allem auch die Homepage des Tourow komplett zu überarbeiten und den aktuellen technischen Möglichkeiten anzupassen. „Das muss ein Bocksprung sein“, sagt Fischer. Er will mit der Seite einen deutlichen Schritt nach vorne machen. Die alte Seite sei ein „Dino“.

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