Am Wochenende Rekordtemperaturen mit Hitzegewittern

Sahara-Express rollt an

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In den nächsten Tagen hat Eis weiter Hochsaison.

Rotenburg - Von Reinhard Zakrzewski. Es wird heiß am Wochenende – auch im Landkreis Rotenburg. Backofenhitze direkt aus Nordafrika grillt uns in den kommenden Tagen regelrecht. Damit rechnet zumindest RK/VN-Wettermann Reinhard Zakrzewski.

Das Zusammenspiel von extrem heißer Luft und dem hohen Sonnenstand beschert dem Altkreis Rotenburg morgen Extremtemperaturen bis zu 38 Grad und damit die höchsten Werte die Anfang Juli überhaupt möglich sind.

Die bisherigen Julimaxima wurden in Rotenburg und umzu im Juli 2006 mit rund 36 Grad gemessen. So könnten die Hitzerekorde morgen nur so purzeln und auch mancher Kreislauf ins Wanken geraten. Nach einer tropisch-schwülen Nacht, reicht es am Sonntag „nur“ noch für schwülheiße 31 Grad. Im Tagesverlauf bringen teils heftige Gewitter aus Westen die Erlösung. Am Montag besteht bei 24 bis 27 Grad die gute Gelegenheit zum Durchatmen und Durchlüften, bevor sich am Dienstag die Temperaturen nochmals auf über 30 Grad aufbäumen könnten. Nach Durchzug einer weiteren Gewitterfront ist ab Mittwoch das Gröbste überstanden. Mit angenehmen 21 bis 25 Grad und einem Mix aus Sonne, Wolken und etwas Regen geht es durch die zweite Wochenhälfte.

Ob ein Ausläufer des Azorenhochs die Temperaturen am zweiten Juliwochenende erneut über die 30 Grad-Marke hieven kann, ist noch offen. Unsicherheit in die Wettermodelle bringen Tiefdruckgebiete, die über Nordeuropa herumlungern. Nach einigen Modellläufen soll sich ihr Einfluss nach Südosten ausdehnen. Für Norddeutschland würde das Richtung Monatsmitte eher wechselhaftes und nur mäßig warmes Wetter bedeuten.

Der Juni zeigte sich wettermäßig selten in Feierlaune. Trotzdem war er – entgegen der langläufigen Meinung – gar nicht so schlecht. Im Vergleich zum 30-jährigen Klimamittel (1981-2010) schnitt er zwischen Rotenburg und Visselhövede geringfügig zu kühl aber auch einen Tick zu sonnig ab. Prägende Witterungsabschnitte waren die große Trockenheit in der ersten und die zählebige Schafskälte in der zweiten Monatshälfte. Der extreme Wassermangel in Land- und Forstwirtschaft hatte seine Ursache in den meistens schon viel zu trockenen Monaten April und Mai. Durch den nahezu kompletten Ausfall der Niederschläge in der ersten Junihälfte verschärfte sich die Lage bis zur Monatsmitte dramatisch. Erst mit den Regenschauern der Schafskälte nahte eine leichte Entspannung an der Dürrefront. Trotz dieser Niederschläge brachte es unsere Region nur auf rund ein Drittel der üblichen Regensumme. Zählt man die Mengen von April bis Juni zusammen, so war dieses Quartal im Flächenmittel das trockenste seit dem legendären Dürrejahr 1959.

Der Juni in Rotenburg im Vergleich zum Klimamittel (1981 bis 2010):

•Monatsmittel 15,3°C (Abweichung -0,5°C)

•Monatsmaximum 30,2°C (5. Juni)

•Monatsminimum 4,2°C (9. Juni),

•Sommertage (Max. mind. 25°C) 4 (normal 5)

•Hitzetage (Max. mind. 30°C) 1 (normal 1)

•Niederschlag 22 mm (32% v. Soll)

•Visselhövede 26 mm (35% vom Soll)

•Sonnenschein 201 Std. (104% vom Soll)

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