Das Salzlager ist voll

Rotenburger Bauhof ist vorbereitet: Winter? Kann losgehen!

Hauke Holsten checkt den Zustand der Kehrmaschine, damit auch alles glatt läuft.

Rotenburg - Von Guido Menker. Das Salzlager ist voll, ausreichend Sand und Granulat stehen ebenfalls zur Verfügung. Die beiden elfköpfigen Bereitschaften müssen von sofort an damit rechnen, dass ihr Chef sie in den kommenden Wochen und Monaten am frühen Morgen aus den Federn klingelt, wenn Schnee und Eis den Verkehr lahmzulegen drohen. Winter? Kann losgehen! Heiko Hesse und sein Team vom Rotenburger Bauhof sind nämlich bestens auf die kalte Jahreszeit vorbereitet.

„Die Teams habe ich bereits im Oktober zusammengestellt“, sagt Heiko Hesse. Besonders heiß auf den Winter ist er zwar nicht, aber eine gute Vorbereitung ist wichtig, um für die kalten Tage gerüstet zu sein. „Der Winterdienst kann eine große Herausforderung sein“, erklärt der Leiter des Bauhofes. Im Silo lagern 30 Tonnen Streusalz, weitere 210 Tonnen im Schuppen gleich nebenan. 200 Tonnen Sand und 50 Tonnen Granulat komplettieren das Streugut für den Winter. „150 Tonnen Salz stehen noch im Bremer Hafen auf Abruf bereit“, ergänzt Hesse.

Im Fahrzeug kann Hauke Holsten genau die Dosierung des Streuguts regulieren.

Die beiden Bereitschaftsgruppen wechseln sich wochenweise ab. Einer aus dem Team beobachtet gegen 4 Uhr in der Frühe die Witterungs- und Straßenlage. Und er entscheidet dann auch, ob die Kollegen raus müssen. Wenn ja, piept er sie gegen 4.30 Uhr an, eine halbe Stunde später ist Dienstbeginn. „Liegt kein Schnee, sind wir in zwei bis zweieinhalb Stunden durch“, sagt Hauke Holsten. Er arbeitet seit zehn Jahren auf dem Bauhof und weiß, wie beschwerlich der Winterdienst sein kann. Vor allem für die Kollegen, die mit einem Transporter unterwegs sind, um dann von Hand die zwölf Brücken, 48 Fußgängerüberwege, 114 Radwege und 15 Parkplätze von Schnee und Eis zu befreien. 41 Grundstücke kommen ebenfalls dazu, um die sie sich kümmern müssen.

Autofahrer haben einen solchen Wagen nicht gerne vor sich, sind aber froh, sie im Winter zu sehen.

Die Reihenfolge der Straßen, Wege und Plätze ist im Dienstplan genau festgelegt. Als vordringlich und im Plan rot gekennzeichnet sind 41 Straßen, weitere 69 markiert der Bauhof blau und kennzeichnet sie als dringlich. 202 Straßen müssen länger auf die Kollegen vom Bauhof warten – sie folgen nach Bedarf und auf Anordnung. Insgesamt muss Hesse 126 Straßenkilometer sowie 56 Radwegekilometer im Blick behalten. Ist ein Abschnitt erledigt, haben die Kollegen alles genau zu protokollieren. „Kann ja mal sein, dass es hinterher Probleme oder Beschwerden gibt“, so Hesse.

Heiko Hesse als Leiter des Bauhofes koordiniert Personal- und Materialeinsatz im Winterdienst.

Für einen normalen Winter reichen die elf Kollegen in einer Bereitschaft. Mit der Schneemenge steigt allerdings der Personalbedarf. „Und dann dauert der Räumdienst auch deutlich länger“, weiß Hauke Holsten aus Erfahrung.

Für den Einsatz beladen die Bauhofmitarbeiter zum Teil mehrmals am Tag die Streufahrzeuge. Den Salzeinsatz halten sie in Grenzen, die nutzen vor allem Sand und Granulat. - Fotos: Menker

Er selbst war in den vergangenen Jahren meistens in einem der schmalen Räum- und Streufahrzeuge zu sehen, mit denen es den Niederschlägen auf den Fuß- und Radwegen an den Kragen geht. Die beiden Unimogs sind direkt auf den Straßen unterwegs.

Die Bauhofmitarbeiter sitzen in diesen Tagen aber nicht nur da und warten, dass es losgeht. Zurzeit, so Hesse, sind seine Kollegen noch mit Laubbeseitigung sowie mit Baum-und Strauchschnittarbeiten beschäftigt. Aber so langsam wird es kälter.

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