Mehrfamilienhäuser am Stockfortsweg

CDU will anderen Zuschnitt

Der Stockforthsweg bleibt ein Zankapfel. - Foto: Menker

Rotenburg - Die Debatte um den Zuschnitt der zweiten Ausbaustufe des Neubaugebiets am Rotenburger Stockforthsweg dauert an. Seitdem die Pläne „An der Rodau“ vor zweieinhalb Wochen im städtischen Ausschuss für Planung und Hochbau vorgestellt wurden, regt sich Kritik.

Kleingärtner hatten sich ebenso wie Bauwillige insbesondere an der Ausrichtung des neue Geschosswohnungsbaus gestört, der anders als in der ersten Ausbaustufe nun im hinteren, nördlichen Bereich umgesetzt werden soll. Stadtplaner Clemens Bumann hatte diesen Plan insbesondere mit der besseren Verkehrsanbindung begründet. Die Kritik einiger Bürger nimmt jetzt die CDU auf und lädt für Montag zu einem Ortstermin ein.

Konkret ist demnach laut einer CDU-Mitteilung geplant, einem Investor den Bau von zwei Geschosswohnungsbauten mit insgesamt rund 22 bis 26 Wohnungen zu gestatten. Es sollen „ohne weitere Beschränkungen drei Vollgeschosse zugelassen“ werden, „um für die Gestaltung der Reihenhäuser beziehungsweise Geschosswohnungsbauten einen großzügigen gestalterischen Spielraum zu bieten“.

Der Rotenburger CDU-Fraktionsvorsitzende Klaus Rinck: „Wer am Libellen-, Fischotter- und Eisvogelweg schon gekauft und dort ein Einfamilien- oder Doppelhaus gebaut hat oder noch bauen will, ist durch die Pläne der Stadt in erheblicher Weise betroffen. Die CDU Rotenburg lehnt die Planungen der Stadt Rotenburg, dreigeschossige Bauweise an zentraler Stelle im neuen Baugebiet zu erlauben, ab.“

Und der Gemeindeverbandsvorsitzende Eike Holsten: „Mehrfamilien- oder Geschosswohnungsbauten passen nicht zur übrigen Bauweise. Wir halten es nicht für glücklich, wenn die Bewohner des obersten Geschosses der geplanten Mehrfamilienhäuser notgedrungen zahlreichen umliegenden Grundstückseigentümern von oben in deren Gärten und sozusagen ,auf den Esszimmertisch’ schauen. Belastend wäre außerdem, dass der An- und Abfahrtsverkehr mit Autos über die Straße ,An der Rodau‘ deutlich zunehmen würde.“

Um sich selbst ein Bild der Lage zu machen, lädt die Partei nun alle betroffenen Bürger zu einem Ortstermin ein – am kommenden Montag ab 19.30 Uhr direkt im Baugebiet Stockforthsweg. Der Treffpunkt ist demnach gegenüber der Tierklinik am Stockforthsweg. Von dort aus werde unter Leitung von Fraktionschef Rinck eine Begehung des Baugebietes erfolgen.

mk

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