19 Naturliebhaber reisen innerhalb von fünf Wochen von Rotenburg nach Nordrhein-Westfalen

Die „Wilde Karawane“ zieht los

Die „Wilde Karawane“ startete gestern vom Hof Grafel ihre fünfwöchige Tour. Heute machen sie halt in Tarmstedt. J Foto: Ujen

Rotenburg - Von Joris Ujen. „Kommt mit! Egal, ob für vier Kilometer, 40 oder 400. Lasst uns wandernd Antworten auf die Frage finden, wie es weiter gehen soll, mit uns und der Welt.“ Das ist das Ziel – oder besser gesagt der Weg, den eine Gruppe von Menschen seit Donnerstag verfolgt.

400 bis 500 Kilometer werden die Teilnehmer in den nächsten fünf Wochen zurücklegen. Die genaue Distanz wisse keiner so genau. Darum gehe es bei der „Wilden Karawane“ auch gar nicht, sondern um Erlebnisse und Inspirationen.

„Begeben uns auf die Spuren indigener Kulturen“

Die Idee zur „Wilden Karawane“ hatte unter anderem Kathrin Peters, die mit ihrer Familie den Hof Grafel in Rotenburg führt. Von dort aus startete die 19-köpfige Gruppe auch ihre Reise. Mit dabei: Proviant, Schlafsäcke und Zelte. Und auch Mirjam Anschütz, die die Wanderer mit Pferd und Wagen am ersten Tag begleitete. „Für mich geht es heute Abend aber wieder zurück zu meinem Wohnort nach Poppau (Sachsen-Anhalt)“, sagte Anschütz am Donnerstag, die mit ihren Einhufern häufig Touren organisiert, um für eine „lebendige Landwirtschaft“ zu werben.

Wenn alles gut läuft, kommt der Tross am Freitag in Tarmstedt an, wo sie bei „wildem Essen und Feuer“ rasten. „Es ist mehr als eine schöne Zeit in der Natur. Wir begeben uns auch auf die Spuren von indigenen Kulturen, die Naturverbindung, Gemeinschaft und Frieden gelebt haben“, erklärt Mitreisende Dorothea Alemeyer. „Viele Termine auf unserer Reise sind noch offen, das ist aber auch so gewollt.“

Reise endet am 23. Juli

Drei Stationen seien aber auch fix eingeplant, zu denen jeder Interessierte in Bremen vorbeischauen kann: So macht die Karawane am Donnerstag, 22. Juni, ab 18 Uhr halt bei der BUND-Kinderwildnis am Werdersee. Einen Tag später, am Freitag, 23. Juni, besuchen die Naturliebhaber dort ab 16 Uhr auch eine Aufführung des Kinder-Natur-Musicals „Verfuchst und zugekräht“, das sie sich erneut am Samstag, 24. Juni, auf der Stadtteilfarm Huchting gegen 18 Uhr anschauen wollen.

Zu der Wandergruppe zählen auch Judith Wilhelm und Myriam Kentrup, die in Prinzhöfte (Landkreis Oldenburg) eine Wildnisschule leiten. Wie lange jeder der Startteilnehmer bleiben wird, ist offen. „Es kommen ja auch neue Menschen dazu“, ist sich Kentrup sicher. Am Samstag, 23. Juli, soll die Reise in der Rawaule in Dörentrup (Nordrhein-Westfalen) enden.

Wer sich den Naturwanderern anschließen möchte, kann die Gruppe unter der Telefonnummer 0157 /78374113 erreichen.

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