Der Winter naht

Wetterwechsel am Wochenende

Wie lange kann diese Katze den Herbst noch am offenen Fenster im zweiten Stock genießen? Der Wetterfrosch kündigt sinkende Temperaturen an. - Foto: Menker

Rotenburg - Von Reinhard Zakrzewski. Nach einem relativ freundlichen, trockenen und 13 Grad milden Sonnabend fällt der Sonntagsspaziergang durch Dauerregen aus Westen regelrecht ins Wasser. Dabei sorgt ein kühler Westwind nur noch für neun Grad. 

Am Montag und Dienstag halten sich unter Hochdruckeinfluss Sonne, Wolken, Nebel oder Hochnebel die Waage, und Regen ist kein Thema mehr. Neun bis zehn Grad sind dann das Höchste der Gefühle, während das Thermometer in den teils klaren, teils nebligen Nächten ordentlich in die Knie geht. Besonders frisch wird die Nacht zum Dienstag, wenn bei Tiefstwerten um null Grad im Altkreis Rotenburg der erste Luftfrost der Saison droht.

Am Mittwoch bekommt das ruhige Herbstwetter wohl einen kurzen Dämpfer. Ein kleines Mittelmeertief sorgt zum Abend für etwas Regen und maximal acht Grad, während die Nächte wieder deutlich milder werden. 

In der zweiten Wochenhälfte sitzen wir wettertechnisch voraussichtlich zwischen den Stühlen. Erneut bestimmt ein Hoch mit Sonne, Wolken und Hochnebel unser Wetter. Nach derzeitigem Stand kann danach mit dem Übergreifen neuer Atlantiktiefs um Sankt Martin herum (11. November) wieder mehr Bewegung in die Wetterküche kommen.

Obwohl der Oktober einer der sechs wärmsten der vergangenen 70 Jahre war, zeigte er sich von einer nassen, ziemlich trüben und oft turbulenten Seite. Goldenes Oktoberwetter hatte eigentlich nur das zweite Monatsdrittel zu bieten. Mit Höchstwerten von 22 bis 23 Grad (15./16. Oktober) waren diese Tage nicht nur ungewöhnlich warm und sonnig, sondern sorgten in der Landwirtschaft endlich für die lang ersehnte Regenpause. 

Davor und danach beutelten uns immer wieder atlantische Sturmwirbel. So fegte Tief „Xavier“ am 5. Oktober mit schweren Sturm- und orkanartigen Böen über 100 Sachen durch den Altkreis Rotenburg hinweg. In der Nacht vom 28. auf den 29. Oktober ging es teilweise sogar noch heftiger zur Sache. 

Beim Durchzug von Orkantief „Herwart“ traten besonders im Raum Visselhövede ganz vereinzelt sogar Orkanböen mit nahe 120 Stundenkilometern auf. Sehr ungewöhnlich: Nach Tief „Sebastian“ Mitte September und „Xavier“ war dies schon der dritte schwere Sturm der Saison, der Personen-, verbreitete Sachschäden sowie erhebliche Verkehrsbehinderungen hinterließ.

Der Oktober in Rotenburg im Vergleich zum Klimamittel (1981-2010):

• Monatsmittel 11,9˚C (Abweichung +2,4˚C);

• Maximum 22,6˚C (16. Oktober);

• Minimum 3,5˚C (30. Oktober);

• Frosttage (Mindestens unter 0˚C) 0 (normal 3);

• Niederschlag 85 mm (121% vom Soll), Visselhövede 56 mm (157% vom Soll);

• Sonnenschein 86 Std. (81% vom Soll).

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