Wettermann Reinhard Zakrzewski sieht grundsätzlich eine positive Tendenz

Die Sommerferien werden typisch norddeutsch

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Ganz ohne den platternden Sommerregen wird es natürlich auch in diesen Sommerferien nicht gehen.

Rotenburg - Von Reinhard Zakrzewski. Morgen beginnt mit den Sommerferien in Niedersachsen für viele die schönste Zeit des Jahres. Da mag sich so mancher die bange Frage stellen: „Hat der Sommer sein Pulver vielleicht schon verschossen?“ Das ist zumindest für die letzte Juliwoche mit einem klaren „Ja“ zu beantworten, prophezeit unser Wettermann Reinhard Zakrzewski.

Denn die seit Ende Juni/Anfang Juli eingefahrene hochsommerliche Großwetterlage – Stichwort „Siebenschläferzeitraum“ – endet mit dem Durchzug eines kräftigen Gewittertiefs aus Südwesten am Sonnabend.

Bisher wurde auf der Vorderseite von atlantischen Tiefdruckgebieten die schon Wochen über Spanien lagernde Saharaluft mit teils deutlich über 40 Grad immer wieder Richtung Mitteleuropa angezapft. Doch nun verlagern sich die Hoch- und Tiefdruckgebiete, die die großräumigen Windströmungen steuern, etwas nach Osten. Damit kommt Norddeutschland immer mehr in den Bereich kühler Atlantikluft und aus dem bisherigen Zick-Zack-, Schaukel- oder Achterbahnsommer, wie man ihn auch nennen mag, heraus. Pi mal Daumen wird der Sommer bis Ende Juli in eher ruhigen und nur mäßig warmen Bahnen verlaufen. Das wird die Sommerfans nicht gerade freuen, andere Mitbürger aber durchaus aufatmenlassen.

Damit ist klar: Temperaturen bis 30 Grad, große Schwüle aber auch schwere Gewitter sind in Rotenburg und umzu erst einmal vom Tisch. Stattdessen stellt sich ab morgen mit Beginn der Schulferien typisch norddeutsches Sommerwetter mit leicht unterdurchschnittlichen Temperaturen ein. Doch keine Angst: Zu Hause und in den Feriengebieten an Nord- und Ostsee wird das Wetter gar nicht so schlecht sein und vor allem nicht verregnet. Dafür garantiert eine Reihe von kleinen Hochdruckgebieten, die mit der strammen südwestlichen Höhenströmung wie die Perlen an einer Kette aus dem Raum der Azoren über uns hinweg nach Nordosten ziehen. So wird, abgesehen von einigen dichten Wolkenfeldern mit etwas Regen und lebhaften Winden, ein freundlicher und trockener Witterungscharakter überwiegen. Bei maximal 19 bis 22 Grad am Tag und 10 bis 15 Grad in den Nächten werden Sonnenanbeter sowie Bade- und Grillfreunde im Altkreis Rotenburg kaum auf ihre Kosten kommen. Für längere Radtouren und Wanderungen ist das gemäßigte und meist trockene Sommerwetter allerdings ideal.

Wie es im August weitergeht lässt sich im Einzelnen noch nicht sagen. Die Tendenz ist aber positiv. Denn nach den weiterführenden Wetterkarten zeigt der Temperaturtrend in den ersten Augusttagen wieder deutlich nach oben. In diese Richtung weisen auch die Monatsprognosen der führenden Wetterdienste, die für den gesamten August eher überdurchschnittlich warmes und dann wohl auch recht sonniges Ferienwetter erwarten.

Gemäß der bekannten Siebenschläferregel könnte sich sogar das bisherige Witterungsmuster des Hochsommers mit kurzen Hitzewellen, erfrischenden Gewittergüssen und kühleren Phasen fortsetzten. Als Faustregel lässt sich für den August festhalten: zwei Drittel trocken, warm und sonnig, ein Drittel kühl und wechselhaft.

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