Wettermann Reinhard Zakrzewski sagt ungemütliche Feiertage voraus

Der Osterhase bekommt nasse Füße

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Nur am Sonntag bleibt’s beim Osterspaziergang zeitweise trocken, sagt unser Wettermann. 

Rotenburg - Die Launenhaftigkeit des Aprilwetters ist sprichwörtlich: „Wohl hundertmal schlägt das Wetter um, das ist des Aprils Privilegium“, heißt es. Und so macht der April immer wieder, was er will.

Wettertechnisch ist das muntere Wechselspiel in der Atmosphäre auf maritim-arktische Polarluft zurückzuführen, die am Westrand von Tiefdruckgebieten über Skandinavien nach Mitteleuropa strömt. Dann können sich über den von der kräftigen Aprilsonne schon deutlich erwärmtem Landflächen mächtige Quellwollen mit Regen-, Schnee- und Graupelschauern oder sogar kurze Gewitter bilden, die sich mit sonnigen Phasen abwechseln. Solche nördlichen Wetterlagen sind im Frühjahr am häufigsten und für den April besonders typisch.

Gern präsentiert sich der „Knospenmonat“ im Vorgriff auf den Mai schon als „Blütenmonat“. Zuweilen artet er wie 2007 gar zum „Aprilsommer“ (25 Grad und mehr) aus. Wegen des raschen Temperaturanstieges im Frühjahr sind die Chancen auf warme Ostertage in der zweiten Aprilhälfte natürlich besser als zu Beginn. Umgekehrt verhält es sich mit der Neigung zu Frost und Schnee.

Schnee zu Ostern?

Doch auch um die Monatsmitte ist eine weiße Überraschung noch möglich. Eine geschossene Schneedecke an Ostertagen im April ist allerdings sehr selten. Zuletzt geschah dies nach einem der winterlichsten Märzmonate jemals 2013. Damals lag der Schnee nach leichten Nachtfrösten vom Karsamstag bis Ostermontag (30. März bis 1. April) in Teilen des Altkreises noch ein bis zwei Zentimeter hoch.

Am anderen Ende der Skala stehen die klimatisch günstigen Termine in der letzten Aprilwoche. Dieser Zeitraum ist nicht nur von der Obstbaumblüte, sondern auch von häufigen Hochdrucklagen geprägt. Herausragend schön war Ostern im Jahr 2000 (23. April) mit Temperaturen über 20 Grad und sehr viel Sonnenschein, kaum zu toppen allerdings Ostern 2011 (24. April), als das Thermometer in Rotenburg und umzu von Gründonnerstag bis Ostermontag auf frühsommerliche 22 bis 23 Grad kletterte und die Sonne täglich elf bis 14 Stunden lang strahlte.

Diesmal ist es um die Eiersuche im Freien eher schlecht bestellt. Nach wechselhaftem und kühlem Wetter am Gründonnerstag und Karfreitag wird der April am langen Osterwochenende noch ungemütlicher. Grund sind zwei Tiefs, die mit Regen und Wind durchziehen. Vor allem Karsamstag und Ostermontag werden nach aktuellem Stand verbreitet nass. Lediglich am Ostersonntag bestehen Chancen auf längere trockene und freundliche Abschnitte. Ansonsten hält sich die Sonne zurück. Nach sehr kühlen Nächten liegen die Höchstwerte in Rotenburg und umzu bei nur zehn Grad, in der Nacht zum Dienstag ist Bodenfrost nicht ausgeschlossen. Fazit: Die Ostertage daheim genießen und Spaziergänge auf Sonntag legen.

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