Wettermann Reinhard Zakrzewski blickt voraus und zurück / Kühlster Mai seit fünf Jahren

Die erste Hitzewelle kommt

+
Der Badesteg am Bullensee dürfte in den kommenden Tagen wieder beliebter sein. Der Sommer kommt.

Rotenburg - Von Reinhard Zakrzewski. Nach dem unfreundlichen Mittwoch ist das Tal der Tränen durchschritten. Heute legt der Frühsommer im Altkreis Rotenburg mit strahlendem Sonnenschein, aber noch gemäßigten 22 Grad, schon gut los, sagt unser Wettermann Reinhard Zakrzewski. Freitag geht’s mit herrlichem Badewetter und 27 bis 29 Grad weiter, während am Sonnabend bei gut 30 Grad die Freibäder gestürmt werden dürften.

Ob erste Hitzegewitter den Badespaß am Sonnabend möglicherweise sogar verhindern, behindern oder nur kurz unterbrechen können, ist noch nicht ganz klar. Jedenfalls wird auch der Sonntag mit angenehm warmen und sonnigen Freizeitwetter glänzen können. Wie üblich in Norddeutschland folgt auf die Hitze die Abkühlung auf dem Fuße.

Anfang der kommenden Woche gehen die Temperaturen merklich zurück. Dabei ziehen gelegentlich Schauer oder Gewitter durch, bevor sich im weiteren Wochenverlauf voraussichtlich ein neues Hoch mit sonnigem und angenehm warmen Sommerwetter bei uns breit machen kann. Fazit: Für alle Sonnenanbeter und Freibadfreunde ist bis zum übernächsten Wochenende viel, für die auf Regen angewiesenen Landwirte kaum etwas dabei. Das wäre schon jetzt schlecht für die Ernte. So lautet doch der Wetterspruch zum 3. Juni: „Auf den Juni kommt es an, ob die Ernte soll bestahn.“

Statt mit Wonnewetter wartete der Mai in Rotenburg und umzu oft mit düsteren Wolken und einer Achterbahnfahrt der Gefühle auf. Vor allem in der ersten Monatshälfte vollführten die Temperaturen regelrechte Bocksprünge. Kurze Warmluftvorstöße vom Mittelmeer ließen die Werte aus tiefen Tälern immer wieder deutlich ansteigen. So auch am 11. und 12. Mai, als sommerliche 22 beziehungsweise bis 24 Grad den beiden ersten Eisheiligen „Mamertus“ und „Pankratius“ regelrecht die Schweißperlen auf die Stirn trieb.

Wiederholte Kaltluftschübe aus Grönland und Island führten uns in der zweiten Monatshälfte in ein schier endloses Tal mit typischem Aprilwetter, das nur von wenigen sonnigen Tagen unterbrochen wurde. Bis zu sieben Nächte mit Bodenfrost vermittelten das Gefühl, als hätte der Frühling bereits aufgegeben. Tatsächlich erlebten wir den kühlsten Mai seit fünf Jahren, der gebietsweise in der Westheide kaum die Hälfte der normalen Regenmengen brachte und auch beim Sonnenschein spürbar patzte. Über alle drei Frühjahrsmonate hinweg glichen sich die positiven und negativen Vorzeichen bei Temperatur und Sonnenscheindauer praktisch aus, während die Vegetation und die Landwirtschaft zwischen Rotenburg und Visselhövede bei den Niederschlägen ein deutliches Minus von bis zu 30 Prozent (Westheide), sprich 20 bis 40 Liter pro Quadratmeter, zu verkraften hatten.

Die Frühjahrsbilanz von Rotenburg:

• Mitteltemperatur 8,6°C (Abw. -0,3);

• Niederschlag: 129 mm (87% vom Soll);

Sonne: 529 Std. (108% v. Soll).

Der Mai in Rotenburg im Vergleich zum Klimamittel (1981-2010)

• Monatsmittel 11,6°C (Abw. -1,6°C);

• Monatsmaximum 24,1°C (5. Mai);

• Monatsminimum 0,9°C (2. Mai);

• Sommertage (Max. mind. 25°C) 0 (normal 3);

• Niederschlag 32 mm (51% v. Soll), Visselhövede 32 mm (59% v. Soll);

• Sonnenschein 184 Std. (86% v. Soll).

Mehr zum Thema:

Kunstdiebstahl im Bode-Museum: Keine Spur von 100-Kilo-Münze

Kunstdiebstahl im Bode-Museum: Keine Spur von 100-Kilo-Münze

Christine Kaufmann (†): Bilder aus ihrem Leben

Christine Kaufmann (†): Bilder aus ihrem Leben

Küken liefern „PiepSchau“ in der Grundschule Asendorf

Küken liefern „PiepSchau“ in der Grundschule Asendorf

Ostermarkt in Brunsbrock

Ostermarkt in Brunsbrock

Meistgelesene Artikel

Familie aus dem Kosovo wird in Heimatland zurückgeschickt

Familie aus dem Kosovo wird in Heimatland zurückgeschickt

Chef vom „Lucky Dog Hostel“ ist baff

Chef vom „Lucky Dog Hostel“ ist baff

Schunkeln in der St.-Lucas-Kirche

Schunkeln in der St.-Lucas-Kirche

Hartmut Leefers: „Das ist ein schwieriger Prozess“

Hartmut Leefers: „Das ist ein schwieriger Prozess“

Kommentare