Cornelia Mansfeld gehört jetzt dem Bundesvorstand der Initiative „buy local“ an

„Wertschöpfung soll bleiben“

Cornelia Mansfeld ist seit Mitte Februar im Bundesvorstand der Initiative „buy local“.  -  Foto: Ginter

Rotenburg - Service, Qualität und soziale Verantwortung – das sind die Ziele der 2012 gegründeten und bundesweit agierenden Initiative unabhängiger Einzelhändler „buy local“. Der Verein will gemäß seiner Übersetzung „kaufe lokal“ eine vielfältige und starke Region schaffen. Seit einem Monat sitzt mit Cornelia Mansfeld eine Rotenburger Unternehmerin im Bundesvorstand der Initiative.

Die Geschäftsführung und andere Vorstandsmitglieder sind an die Rotenburgerin heran getreten, ob sie sich eine Kandidatur vorstellen könne, erzählt Mansfeld. Konnte sie – am 17. Februar wählte die Mitgliedervesammlung des Vereins schließlich die Inhaberin von „C.J. Müller’s Buchhandlung“ in die Führungsriege. Schon seit Jahren engagiert sie sich in der Initiative. „So ist man auf mich aufmerksam geworden“, sagt Mansfeld.

Die Unternehmerin informiert auch ihre Kunden über die Vorteile des Vereins. „,Buy local’ steht für fachkundige Beratung sowie Nähe zum Kunden und dafür, eine Stadt lebendiger zu machen“, sagt sie. Mit dem Einkaufen in lokalen Geschäften solle die Attraktivität einer Stadt oder Region gefördert werden.

„Durch meine neue Position habe ich nun auch mehr Möglichkeiten“, glaubt Mansfeld. Hintergrund: Im Süden Deutschlands funktioniere die Initiative bislang besser als im Norden der Republik, gibt die Buchhändlerin zu. Dass der Norden aufholt, habe sie sich deshalb zum Ziel gesetzt. Die Mitgliedschaft im Vorstand von „buy local“ bietet Mansfeld einen besseren Einblick in die bundesweite Entwicklung. Zusätzlich habe sie nun auch einen regelmäßigeren und direkteren Kontakt zur Geschäftsführung. „Ich habe mir vorgenommen, einen Beitrag für ein Leben in einer schönen Stadt zu leisten“, sagt Mansfeld. Ihr Anliegen sei es, die Idee von „buy local“ und den Verein selbst in Norddeutschland präsenter zu machen. Sie sehe darin „eine riesige Chance“, eine Stadt lebenswerter und lebendiger zu machen.

Der Verein wurde, und das findet Mansfeld wichtig, von Einzelhändlern für Einzelhändler gegründet. „Daran merkt man einfach, dass hier keine Geldmacherei oder ähnliches dahintersteckt. Es ist eine uneigennützige Sache“, so die Unternehmerin. Vielmehr gehe es darum, dem zunehmenden Druck mächtiger Filialunternehmen und international agierender Online-Versandhäuser stand zu halten.

Wurde die Initiative vor vier Jahren noch allein von Buchhändlern gegründet, so gehören dem Verein inzwischen völlig unterschiedliche Branchen aus Einzelhandel und Dienstleistung sowie Handwerksbetriebe an. „All diese Unternehmen und somit Mitglieder sehen sich in der Pflicht, die Kaufkraft vor Ort zu sichern und die regionale Wertschöpfung zu erhalten“, so Mansfeld. Denn diese, sagt sie, „wird und soll auch hier bleiben.“

Von Jessica Ginter

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