Infektionsgeschehen mit dem mutierten Coronavirus stabilisiert sich

Rotenburger Werke sind vorsichtig optimistisch

Schlange vor dem Testzentrum am Wichernhaus der Werke
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Am Wichernhaus können sich Mitarbeiter der Rotenburger Werke seit Dezember testen lassen.

Rotenburg – Die Erschöpfung ist Rüdiger Wollschlaeger durchaus anzuhören. Eineinhalb Wochen kämpft die Einrichtung für Menschen mit Behinderungen mit einem größeren Corona-Ausbruch in einer Wohngruppe eines Hauses an der Lindenstraße. 36 Bewohner und 23 Mitarbeiter sind infiziert, acht Bewohner werden aktuell im Krankenhaus behandelt. Auch zwei Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus sind zu beklagen.

Aber, so sagt Wollschlaeger am Freitagnachmittag: „Momentan sieht es so aus, als wenn wir es in den Griff bekommen.“ Für den betroffenen Bereich gelten strenge Quarantäneregeln für Bewohner und Mitarbeiter. Man stehe im regen Austausch mit dem benachbarten Diakonieklinikum, aber die Pflege der eh oftmals schon schwer gehandicapten Bewohner sei nicht einfach.

Bei sieben Bewohnern und drei Mitarbeitern wurde die sogenannte britische Corona-Variante B 1.1.7 nachgewiesen. Nach Angaben des Gesundheitsamts hatte eine Person aus dem Kreis der Mitarbeiter Kontakt zu einem infizierten Beschäftigten der Airbus-Werke in Hamburg-Finkenwerder. In dem Werk war Ende Januar bei mehreren positiven Coronafällen die Variante B 1.1.7 nachgewiesen worden. Die Werke hatten dem Ausbruchgeschehen nach eigenen Angaben ihre ohnehin eh schon hohen Hygienestandards noch einmal verstärkt. Mitarbeiter, Angehörige und Besucher könnten sich vor Ort jederzeit testen lassen, es gelte eine strenge Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken, die Verwaltung arbeite weitgehend im Homeoffice und gemeinsam über digitale Kanäle. 238 Mitarbeiter der Werke seien inzwischen geschult und autorisiert, selber Schnelltests durchzuführen. Die Bewohner würden über alle verfügbaren Kanäle in einfacher Sprache über alle Maßnahmen und Regeln informiert. Und: „Besonders vulnerable Gruppen der Kategorie 1 (Menschen in Alten- und Pflege-Einrichtungen und im Alter von mindesten 80 Jahren) und die betreuenden Mitarbeiter wurden bereits im zweiten Durchgang geimpft.“

Für den gesamten Landkreis hat das Gesundheitsamt am Freitag 17 neue Coronafälle gemeldet. Aktuell gebe es damit 128 Infizierte, zehn Personen befinden sich in stationärer Behandlung. Die Sieben-Tage-Inzidenz liege bei 32 Neuinfektionen in Bezug auf 100 000 Einwohner 230 Kontaktpersonen befinden sich in häuslicher Quarantäne. Die aktuellen Fälle konzentrieren sich durch das Geschehen in den Werken mit 65 vor allem auf die Kreisstadt. Visselhövede bleibt wie in den Tagen zuvor die einzige Kreiskommune ohne aktive Fälle. In Fintel sind es fünf, in Scheeßel vier, in Bothel drei und in Sottrum zwei.

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