Ausschuss empfiehlt Abwarten bezüglich weiterer Entwicklung

Rotenburger Weichelsee: Naherholung mit Potenzial

Schild am Eingang zum Weichelsee
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Der Weichelsee soll weiter entwickelt werden.

Rotenburg – Der Weichelsee hat sich zu einem beliebten Naherholungsziel entwickelt. Das Potenzial sehen auch die Grünen: ruhige Wanderwege, Spielplatz und Fitnessbereich, Badestrand und Beachvolleyballfelder. Um am Ball zu bleiben, haben sie im November vergangenen Jahres den Antrag gestellt, ein Konzept zu erstellen, das Gelände unter ökologischen und Naherholungsgesichtspunkten weiterzuentwickeln. Am Ende der Umweltschutzausschusssitzung am Donnerstag sind sie davon aber vorerst wieder abgerückt.

20 000 Euro sollten in den Haushalt 2021 eingestellt werden – das wurde abgelehnt. Zu dem Zeitpunkt war die Zukunft unklar, Investor Roland Nielebock hatte noch nicht unterschrieben. Die Zwischenlösungen aus dem vergangenen Sommer wurden zwar gut angenommen, waren jedoch keine Dauerlösung. Von Seiten der Verwaltung war das Vorgehen klar: Ein Konzept mache zum aktuellen Zeitpunkt keinen Sinn. Durch den Beachclub „Strandgold“ und weitere bauliche Veränderungen wolle man abwarten: Wie viele Besucher kommen, wohin orientieren sie sich und vieles mehr.

Stadtplaner Clemens Bumann sprach von vielen Unbekannten, weswegen man es über den Sommer beobachten wolle. „Viele Entwicklungen sind noch gar nicht abzusehen.“ Im Herbst und Winter könnte man darüber sprechen, ob ein Konzept notwendig ist und wie dieses aussehen sollte. Dazu sollen auch die den See nutzenden Vereine, darunter die Angler und Segelsportler, in die Planungen einbezogen werden. „Wir überlassen das nicht dem Zufall“, so Bürgermeister Andreas Weber (SPD).

Während die Strandseite vordergründig touristisch genutzt wird, ist der restliche Teil weitgehend naturbelassen. Spazieren, Sport oder eine Pause einlegen: Das wolle die Stadt fördern und den Rundweg prüfen. Neue Wegeverbindungen, Fitnessstationen oder weitere Sitzbänke – mit dem Fokus auf Natur- und Gewässerschutz.

Auch Nielebock, der im Juli seinen Beachclub eröffnen will, habe weitere Ideen für eine Aufwertung des Areals. Den Strand hat er bereits mit neuem Sand versehen, eine kleine „Schönheitsbehandlung“ nennt er es auf der „Strandgold“-Facebookseite. Dazu gibt es das „StrandHouse“ mit seiner Gastronomie: Der Eis- und Imbissbudenbetreiber Heiko Broede sorgt in der Sommersaison ebenfalls für Belebung.

Auch auf der anderen Straßenseite tut sich einiges: Der Obi-Markt will erweitern, das Fitnessstudio zieht ein paar Grundstücke weiter, vergrößert sich dabei.

Während Uwe Lüttjohann (SPD) der Verwaltung zustimmte – „Dann können wir das Geld viel gezielter einsetzen!“ – zeigten sich die Antragsteller mit dem Vorgehen zunächst nicht einverstanden. Die Stadt sollte sich kümmern und die Weiterentwicklung nicht allein Nielebock überlassen, befand Ekkehard von Hoyningen-Huene. Schließlich sei es ein „wertvolles Gebiet“, sowohl was Natur als auch Naherholung angehe. Auch Jugendliche halten sich dort gerne auf, allerdings sollte man keine „wilde Entwicklung von Treffpunkten“ zulassen, sondern ihnen lieber vernünftige Angebote machen.

Elisabeth Dembowski gab kurz den Vorsitz ab, um zu verdeutlichen: Es sei klar, dass man nicht gleich ein Konzept in allen Details haben könne, aber Teilbereiche könne man schon angehen. Da gehe es ihnen zum Beispiel um sichere Verkehrswege oder die Wasserqualität. Es sei wichtig, dass man es begleite und finanzielle Mittel bereit stünden, wenn sie gebraucht werden. „Damit wir nicht von Entwicklungen überrollt werden.“

Aufgrund der Erklärungen von Seiten der Verwaltung und dem Willen, dass man bestimmte Teile wie den Rundweg bereits jetzt ins Auge fassen wolle, zeigten sich die Grünen mit dem Vorgehen am Ende einverstanden. Bei einer Enthaltung empfahl der Ausschuss daher einstimmig, zum jetzigen Zeitpunkt auf eine Konzepterstellung zu verzichten. Die Verwaltung wird in dem Zuge beauftragt, eine Aufwertung des Rundwegs zu prüfen.

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