„Weichelsee Open Air“ und „Rock am See“ wieder in Rotenburg

Die Bratgitarre kehrt zurück

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Das eine oder andere schöne Motiv dürfte wieder abfallen, wenn der Metal nach einem Jahr Pause in diesem Jahr an den Weichelsee zurückkehrt.

Rotenburg - Von Michael Krüger. Sieben Jahre lang beglückte das „Metal Splash Open Air“ Freunde härterer Gitarrenmusik am Rotenburger Weichelsee. Doch 2014 war damit Schluss. Die Veranstalter hatten die Notbremse gezogen, weil der Aufwand zu groß wurde. Nun kehren die Bratgitarren zurück an den lautesten Strand der Region: Der neu gegründete Verein „Heavy Sounds“ bringt am 11. Juni das Rock- und Heavy-Metal-Festival „Weichelsee Open Air“ (WSOA) auf die Bühne. Zudem wird es am 30. April nach vielen Jahre Pause wieder ein „Rock am See“ geben.

Für Yva Grudinski ist es „eine Herzensangelegenheit“. Seit vielen Jahren ist sie Dauergast auf Festivals und Konzerten, bei denen es musikalisch etwas härter zugeht. Als zunächst das 2003 zum ersten Mal ausgerichtete „Rock am See“ und dann das „Metal Splash“ zu Ende gingen, setzte sich die 30-jährige Verwaltungsfachwirtin aus Visselhövede mit Freunden und Bekannten zusammen und beschloss: Es muss weitergehen! Die Idee für den gemeinnützigen Verein „Heavy Sounds“ war geboren. Grudinski: „Wir wollen im Landkreis etwas auf die Beine stellen, und das ganz ohne Gewinn, nur als Hobby und ehrenamtlich. Wir haben Spaß daran, mit Musikern zu arbeiten und wollen auch an verschiedenen Orten Veranstaltungen durchführen, um guter Musik mehr Präsenz in der Öffentlichkeit zu geben.“ Derzeit sei es eine „ganz gemischte Truppe aus neun Musik- und Festival-begeisterten Leuten zwischen 20 und Mitte 60“. Alle verbinde die Musik, entweder die Leidenschaft, auf Konzerte und Festivals zu gehen, Konzerte zu veranstalten oder auch selbst Musik zu machen oder sogar von der Musik zu leben.

Und die Musik ist Rock und Heavy Metal. Ferdinands Feld, Summer Sensation und Co. – für Freunde der elektronischen Tanzmusik gibt es in der Region viele mittelgroße Veranstaltungen, für die härtere Fraktion blieb nur manch ein Nebenauftritt beim Hurricane. Also wieder selbst machen – mit ein paar hundert Besuchern hoffentlich, aus der Szene für die Szene.

Grudinski und ihre Mitstreiter beleben nun zwei „Legenden“ wieder, wie sie selbst sagen. Am 30. April wird im großen Festzelt auf dem Weichelsee-Gelände zum „etwas anderen Tanz in den Mai“ gebeten. Drei Bands sind dafür bestätigt: Die Street- und Alternative-Rocker „Compulsive Gambling“ aus Hamburg, bestehend zum Teil aus Musikern, die im Landkreis aufgewachsen sind. Dazu die jüngst wiederbelebten Classic-Rocker der „Shotgun-Band“ aus Visselhövede und „Orange“ aus dem Heidekreis mit Cover-Rock.

Eine Spur härter wird es beim WSOA zugehen. Auch wenn der Verein erst in den kommenden Wochen die ersten Bands veröffentlichen will, verrät ein Blick auf die diskutierten Namen: Diejenigen, die über Jahre das „Metal Splash“ besucht haben, dürften nicht enttäuscht werden. Heavy-, Thrash- und Death-Metal können erwartet werden. Eine Mischung aus lokalen und überregionalen Bands.

Derzeit laufen die Planungen auf allen Ebenen bei „Heavy Sounds“ auf Hochtouren. Es werden noch Mitstreiter und Sponsoren gesucht, ohne die die Realisierung der Konzerte schwer werden dürfte. Kontakt zum Verein über die Homepage und Facebook.

www.facebook.com/heavySoundsRotenburg

http://www.wsoa.de/

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