In zahlreichen Haushalten kommt bis nachmittags nichts aus dem Hahn

Wasserrohrbruch in der Nacht in Rotenburg

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Der Fachmann staunt, der Laie wundert sich: An der Straße Zwischen den Wassern in Rotenburg ist es am Dienstagmorgen zu einem Wasserrohrbruch gekommen. Die Stadtwerke mussten die Leitung schließen, 15 Haushalte waren von der Versorgung abgeschnitten. Die Feuerwehr pumpte einen Keller leer.

Rotenburg - Von Guido Menker. An der Straße Zwischen den Wassern in Rotenburg ist es am frühen Dienstagmorgen gegen 4.30 Uhr zu einem Wasserrohrbruch und dadurch im gesamten Stadtgebiet zu einem Druckabfall im Wassernetz gekommen. Am schlimmsten betroffen waren allerdings rund 15 Haushalte an der Straße Zwischen den Wassern: Die Stadtwerke mussten die Leitung absperren – und von da an kam kein Tropfen mehr aus den Wasserhähnen. In dem Haus, vor dem es zu dem Rohrbruch gekommen war, lief der Keller voll.

Gegen 5 Uhr machte sich die Rotenburger Feuerwehr mit 18 Mann und fünf Fahrzeugen auf den Weg. „Unsere erste Aufgabe war es, den Keller leerzupumpen“, erklärte Einsatzleiter Matthias Harries. Das Wasser stand rund 40 Zentimeter hoch. Nachdem es mit hohem Druck durch das  Leck in der Hauptleitung geschossen war, bahnte es sich seinen Weg – in eben dieses Haus, aber auch über die Straße bis hinunter zur Brauerstraße. Die Feuerwehr hatte also auch den gesamten Bereich bei frostigen Temperaturen abzusichern. Das galt auch für den Bürgersteig, unter dem es zu diesem Malheur gekommen war. Der war so stark unterspült, dass er auf mehreren Metern einsackte.

Mit der Schaufel legt ein Tiefbauarbeiter die Leitung frei.

Kai Hoffmann, Teamleiter Netzbetrieb bei den Stadtwerken Rotenburg, geht davon aus, dass bis zum Absperren rund 400 Kubikmeter Wasser aus der defekten Leitung herausgesprudelt sind. Gegen 5.30 Uhr war die Leitung „abgeschiebert“. Nun konnten sich Mitarbeiter der Tiefbaufirma Gerken an die Arbeit machen. Sie legten zunächst das Leck frei. Ein schwieriger Job, der reichlich Zeit in Anspruch nahm. „Die eigentliche Reparatur der Leitung übernehmen Mitarbeiter der Stadtwerke Rotenburg“, erklärte Hoffmann weiter.

In einem großen Bereich gilt es, die Leitung freizulegen, um an das Leck heranzukommen und es reparieren zu können.

Währenddessen konnten sich die von dem Rohrbruch betroffenen Anwohner über einen bereitgestellten Hydranten mit Wasser versorgen, so Hoffmann. Zum Duschen reichte es zwar nicht, aber zumindest zum Zähneputzen und für den ersten Kaffee an diesem Morgen.

Ursache noch nicht geklärt

Für die Ursache dieses Schadens gibt es nach Auskunft des Teamleiters Netzbetrieb mehrere Möglichkeiten: „Entweder handelt es sich um Materialermüdung oder der Frost hat dafür gesorgt. Es könnte aber auch sein, dass es eine alte Beschädigung gab, die uns nicht gemeldet wurde.“ Die Leitung liegt etwa 1,20 Meter tief im Boden, in einem Bereich also, der normalerweise frostfrei sei, so Hoffmann. Eigentlich sollten diese Leitungen aus PVC bis zu 50 Jahre halten, ehe sie zu erneuern sind. Im Austausch wird dann ein PE-Rohr verwendet. In diesem Fall dürfte die Wasserleitung etwa 30 bis 40 Jahre alt sein. Kommt es zu einem Schaden wie an diesem Morgen, fällt der gesamte Druck im Netz ab, weil die Pumpen diesen Verlust nicht so schnell ausgleichen können.

Der Bürgersteig ist eingesackt, das Wasser sprudelt aus der defekten Leitung und sucht sich seinen Weg.

Bis zum Nachmittag sollte der Schaden behoben sein, sodass die 15 betroffenen Häuser wieder Wasser zur Verfügung haben.

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