Neue Sohlgleite der Wümme in Unterstedt in Betrieb genommen

Wasser marsch!

Zwei Bagger arbeiteten gestern gleichzeitig: Der linke öffnet den Durchgang zum neuen Lauf der Wümme, der rechte hingegen schließt den alten Flussverlauf. - Foto: Filipiak

Unterstedt - Von Sophie Filipiak. Einen geeigneten Sonnenschutz brauchten die Gäste schon, als die neue Sohlgleite in der Wümme unterhalb der Schleuse I in Unterstedt in Betrieb genommen wurde. Das lag aber nicht an langatmigen Reden, sondern an der Flutung des neuen Gewässerverlaufs.

Zwei Bagger arbeiteten gleichzeitig, um zum einen den Durchgang freizuschaufeln und zum anderen das alte Flussbett abzusperren. Das dauerte seine Zeit, denn das Wasser sollte nicht mit einem Schlag in die Sohlgleite fließen.

„Seit Anfang März wird der neue Gewässerverlauf von 335 Meter Länge nun hergestellt, wodurch die Wümme fast 100 Meter länger ist als zuvor“, erklärte Gerhard Lohmann, Vorsteher des Unterhaltungsverbandes Mittlere Wümme, in seiner Ansprache. Die Mengen, die in der kurzen Bauphase von drei Monaten bewegt wurden, sind beachtlich: rund 1500 Tonnen Feldsteine und Wasserbausteine dazu rund 4700 Tonnen Kies- und Lesesteine wurden ausgelegt.

„Die Kosten für die gesamte Maßnahme betragen ungefähr 530.000 Euro, davon werden 90 Prozent vom Land Niedersachsen finanziert, die verbleibenden zehn Prozent trägt der Landkreis Rotenburg“, so Lohmann. Die benötigte Fläche für die neue Wümme sei vom Geschäftsbereich für den regionalen Naturschutz des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz Lüneburg bereitgestellt worden.

Und warum der ganze Aufwand? Für all die Fische und wirbellosen Tiere, die nun ungehindert von der Schleuse durch die Wümme schwimmen können. „Die bestehende Schleuse wird zum größten Teil belassen“, fügte der Verbandsvorsitzende hinzu. „Bei den Rückbauarbeiten werden lediglich die beiden Stauklappen und die Antriebsvorrichtung demontiert.“ Und so profitieren auch die Menschen davon. Denn die Brückenfunktion und damit die Straßenverbindung von Rotenburg nach Waffensen bleiben erhalten.

Der bisherige Verlauf der Wümme ist gestern an einem Ende geschlossen worden und dient nun als Altarm. Das nächste Projekt steht auch schon in den Startlöchern: Schleuse IV.

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