Wanderausstellung über den Ersten Weltkrieg im Ratsgymnasium

Die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts

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Henning Pieper (l.) vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und Hans-Dieter Freytag vom Ratsgymnasium vor der Ausstellung „14/18 – mitten in Europa“.

Rotenburg - Von Matthias Röhrs. Den Ersten Weltkrieg in allen Facetten darstellen und erklären ist das Ziel der Wanderausstellung „14/18 – mitten in Europa“ des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, die seit gestern in der Pausenhalle des Rotenburger Ratsgymnasiums zu sehen ist. Noch bis Freitag, 5. Juni, steht sie allen Schülern und der Öffentlichkeit offen.

Auf sechs Schautafeln erläutert der Volksbund die Umstände des Krieges, der von 1914 bis 1918 in Europa wütete. „Er ist die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“, so Henning Pieper, der Schulreferent des Volksbundes im Bezirk Lüneburg. Der Erste Weltkrieg präge die Geschichte bis heute. In der Ausstellung sollen aber nicht nur die militärischen Vorgänge dargestellt werden. „Wir wollen die Hintergründe und die Vorgeschichte aufzeigen“, sagt Pieper. So gebe es Bereiche, die sich mit Pazifismus und Skeptikern des Krieges auseinander setzen.

Ein weiterer Aspekt ist das gesellschaftliche Leben in den Kriegsjahren. Dazu gehören das Leid und der Tod in der Zivilbevölkerung und von Kriegsgefangenen. Wie Künstler diesen Krieg in ihren Werken verarbeitet haben, ist ebenfalls Thema.

„Die Ausstellung soll eine Mahnung für den Frieden sein“, sagt Pieper, und daher zeige sie, wie der Erste Weltkrieg außerdem zur Grundlage des Zweiten Weltkriegs wurde. Auch spätere Ereignisse, wie der Kalte Krieg, seien von den Geschehnissen zwischen 1914 und 1918 beeinflusst, so der Schulreferent. „Wir stellen den Bezug zur Gegenwart her und erläutern, was dieser Krieg für uns heute bedeutet.“

Parallel zu dieser Ausstellung zeigen Schüler der AG „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ in der Pausenhalle eine Ausstellung, die sich mit den Rotenburger Werken und Menschen mit Behinderung zur Zeit des Ersten Weltkriegs befasst. Das Herzstück ist eine eigene Film-Dokumentation.

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