Vorsitzender erhält Respekt und Anerkennung der Mitglieder des Imkervereins

Stechers Herz schlägt seit 70 Jahren für die Bienen

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Geschenk des Vereins: eine Collage mit Bildern aus Günter Stechers Zeit im Verein.

Rotenburg - Der Name Günter Stecher ist in Rotenburg eng mit der Imkerei verbunden. Mehrere Jahrzehnte führte er den örtlichen Imkerverein. Nun hat er die Verantwortung an die neue Vorsitzende Elli Döbler abgegeben. Ein guter Grund für die Mitglieder, die Verdienste des 88-Jährigen zu würdigen und ihm für seinen Einsatz zu danken. Schließlich hätten nicht nur sie von seinem ehrenamtlichen Einsatz profitiert.

Seit sieben Jahrzehnte schlägt Stechers Herz für die Bienen. Bereits 1947 hatte er sein erstes Bienenvolk gekauft. Es war eine einzige Erfolgsgeschichte. Insbesondere die guten Honigerträge in den 50er und 70er Jahren ließen seine Völkerzahlen und sein Engagement steigen. Der Imker machte sein Hobby zum Beruf. 1973 bestand er seine Meisterprüfung. Seine Produkte verkaufte er seitdem unter anderem auf dem Rotenburger Wochenmarkt und versorgte die Kunden rund 40 Jahre mit ausgezeichnetem Honig. Die Qualität seine Erzeugnisse wurden mehrfach prämiert.

Stellvertretend für die 116 Mitglieder sprach Hermann Klopp aus Nindorf während der Jahreshauptversammlung die Dankesworte des Vereins. „Du standest uns immer mit Rat und Tat zur Seite, hast uns Bienen vermittelt und für sie Gesundheitszeugnisse organisiert“, zählte er einige Vorzüge des Rotenburger Imkers auf. Stechers Karriere im Verein begann 1958 mit dem Posten des Schriftführers. 1969 folgte der Aufstieg zum ersten Vorsitzenden im Rotenburger Verein und bei den Kreis-Imkern. Zudem gehörte er zum Vorstand des Hannoverschen Landesverbandes.

Es sei Stechers Verdienst, dass die Honigerzeuger im Altkreis Rotenburg mit vielfältigen Freuden und guten Erfolgen arbeiten konnten. Stecher habe sich sehr für den Naturschutz und Erhaltung der Lebensräume der Bienen eingesetzt. Zudem habe er immer wieder versucht, die Verantwortlichen der Dörfer und Städte des Landkreises zu bewegen, Bäume, Hecken und Bienenweiden anzulegen. Für diesen unermüdlichen Einsatz hat Stecher 2008 das „Bundesverdienstkreuz am Bande“ erhalten, erinnerte Klopp. „Dein Einsatz verdient höchsten Respekt und Dankbarkeit.“ Vielen Auszeichnungen und Ehrungen seien weitere Taten gefolgt. „Wir alle können deinen Einsatz und die damit verbundenen Mühen kaum ermessen – nur erahnen“, dankte er dem von der Rede sichtlich bewegten Günter Stecher.

go

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