Vorreiter mit „€žIntegreat“

Digitales Leben: Der Landkreis Rotenburg bietet drei Apps an

Seit dem vergangenen Jahr gibt es die App „Integreat“ für den Landkreis Rotenburg. Es ist die dritte Anwendung für das Smartphone des Landkreises Foto: Menker

Rotenburg – Beim Landkreis hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan, was digitale Dienstleistungsangebote betrifft. Autobesitzer können sich seit 2010 online ein Kennzeichen reservieren und seit 2015 Fahrzeuge im Internet abmelden. Zusehends mehr Aufmerksamkeit bekommen aber auch die Apps des Landkreises.

Vor sieben Jahren ging mit der AWR-App die erste an den Start. Ein Servicedienst, bei dem Bürger sich zum Beispiel an Müllabfuhrtermine erinnern lassen können. „Derzeit nutzen 14 888 User die AWR-App“, berichtet Kreissprecherin Christine Huchzermeier und ergänzt, dass die Nutzerzahlen stetig stiegen.

Ein Programm, bei dem nicht nur die Dienste rund um die Abfallwirtschaft zu Verfügung stehen, sondern auch andere Themen des Landkreises abgebildet sind, gibt es seit 2017. Auf dem Startbildschirm der Landkreis-Apps finden Nutzer sechs Menüpunkte: Schulausfall, Öffnungszeiten, Aktuelle Meldungen, AWR, Verkehr und Stellenanzeigen. Unter dem Punkt Verkehr wird derzeit beispielsweise der Bau des Radwegs zwischen Bittstedt und Taaken gemeldet. Der Menüpunkt AWR leitet die Nutzer auf die Internetseite der Abfallwirtschaft. Das Angebot deckt damit nützliche Dienste ab, ist zum Beispiel für Eltern interessant, die sich über Schulausfälle informieren wollen, oder für Personen, die regelmäßig die Öffnungszeiten nachschauen möchten. „Es gibt nicht so viele Landkreise, die in einer App Informationen gebündelt anbieten“, sagt Huchzermeier. Trotzdem wirkt die App mit den sechs Menüpunkten recht übersichtlich.

Seit dem vergangenen Jahr setzt der Landkreis „Integreat“ ein. Das ist eine App, in der sich Zugewanderte in verschiedenen Sprachen über die Angebote und Dienste des Landkreises informieren können. „Mit der App ,Integreat‘ sind wir im Prinzip Vorreiter in der Region, da es sie in Niedersachsen nur in der Stadt Lüneburg gibt“, erklärt Huchzermeier. Während sie dort aber nur auf Deutsch und Englisch verfügbar ist, gibt es sie für den Landkreis Rotenburg in sechs weiteren Sprachen. Nutzer können unter sieben verschiedenen Rubriken auswählen und so Anlaufstellen zum Beispiel beim Thema Familie oder Gesundheit finden. Unter dem Reiter „Extras“ kann man außerdem auf die Lehrstellen- und Praktikumsbörse der IHK zugreifen.

Abseits des Themas Apps wird der Landkreis Huchzermeier zufolge auch die weiteren digitalen Angebote ausweiten. Neben der Online-Kennzeichenreservierung können Bürger seit 2015 Fahrzeuge online außer Betrieb setzen. Seit zwei Jahren können sie ihre Wagen dort auch wiederzulassen. „Ende dieses Jahres soll die dritte Stufe starten, die alle Zulassungsvorgänge ermöglicht“, berichtet Huchzermeier. Der Landkreis werde beide Aspekte, Apps und digitale Angebote, weiterentwickeln. Eigens für die Gestaltung des digitalen Wandels gründet der Landkreis in diesem Jahr ein neues Amt für „Digitalisierung und IT“.

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