Vorbereitungen für Wahlen laufen auf Hochtouren

Wahlbenachrichtigungen diesmal in zwei Farben

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Frank Rütter kann auf seine Erfahrung und auf die seines Teams bauen, aber dennoch stellen die zwei Wahlen kurz nacheinander das Rathaus vor zusätzliche Aufgaben.

Rotenburg - Von Guido Menker. Frank Rütter baut auf die Erfahrung. Und deshalb ist es für den Ordnungsamtsleiter im Rotenburger Rathaus auch keine allzu große Umstellung, jetzt plötzlich zwei Wahlen parallel organisieren zu müssen. Am 24. September steht die Wahl des Deutschen Bundestages auf dem Terminzettel, drei Wochen später – am 15. Oktober – folgt die vorgezogene Landtagswahl. „Die zusätzliche Belastung hält sich in Grenzen und ist erträglich“, sagt Rütter.

Dennoch sind aufgrund dieser Konstellation stellenweise Feinheiten zu berücksichtigen, die Rütter im Normalfall nicht zu bedenken hat. Ein Beispiel: Wegen der zeitlichen Nähe der beiden Wahlen werden die Wahlberechtigten beide Wahlbenachrichtigungen schon vor dem 24. September im Haus haben. Eigentlich sind diese auf weißem Papier gedruckt. Um aber eine Verwechslung am Tag der Bundestagswahl zu vermeiden, werden die Karten für die Landtagswahl auf hellgelbem Papier in Auftrag gegeben. „Es wäre ja wirklich unglücklich, wenn ein Wähler mit der falschen Benachrichtigungskarte im Wahllokal erscheint“, so Rütter.

Die Landtagswahl war eigentlich für den Januar kommenden Jahres vorgesehen. Durch den vorgezogenen Termin ist Rütter nun hinsichtlich der Besetzung des 128-köpfigen Wahlhelferteams in Zugzwang geraten. Die Suche nach freiwilligen Helfern, die am 15. Oktober in den 16 Rotenburger Wahllokalen Platz nehmen und am Abend auch die Auszählung vornehmen, gestalte sich zurzeit etwas schwierig. Einerseits wegen der Kürze der Zeit, andererseits, weil mit dem 15. Oktober die Herbstferien enden. „Demokratie kriegt man nicht für lau“ – mit diesem Motto macht sich Rütter also auf die Suche nach Freiwilligen. Denn nur ungern möchte er Rotenburger für dieses Ehrenamt zwangsverpflichten – auch, wenn er das könnte. Nur wer gewichtige Gründe vorbringen kann, würde in einem solchen Fall von eben dieser Pflicht befreit, so Rütter.

30 Euro „Erfrischungsgeld“ garantiert

Mit Blick auf die Bundestagswahl ist dieses Thema bereits vom Tisch: „Da haben wir alle Wahlhelfer zusammen“, berichtet der Leiter des Ordnungsamtes. Auch für sie gilt wieder: Es gibt 30 Euro „Erfrischungsgeld“.

Im Einsatz sind aber auch viele Hauptamtliche: 17 Kollegen aus der Stadtverwaltung sowie sechs vom Bauhof sind am Wahltag schichtweise im Einsatz. Der Plan dafür steht. „Diese Vorbereitungen binden sehr viel Zeit“, weiß Rütter. Immerhin werden der Stadt für beide Wahlen – anders als bei der Kommunalwahl – die Stimmzettel geliefert. So bleibt etwas mehr Zeit, sich als Stadt auch auf die Briefwahl vorzubereiten. Vom 28. August an werden die Unterlagen dafür auf Antrag verschickt. „Es sind schon viele Anträge bei uns eingegangen“, so Rütter, der darauf hinweist, dass eine Briefwahl aber auch direkt im Rathaus vorgenommen werden kann. Mit Blick auf die Landtagswahl wird sich dieser Termin entsprechend nach hinten verschieben. Wann dafür die Briefwahl beginnen kann, steht allerdings noch nicht genau fest.

Wählen aus der Ferne – diese Möglichkeit haben im Ausland lebende Deutsche auch bei der Bundestagswahl. „Wir haben entsprechende Anträge auf Eintrag in das Wählerverzeichnis nicht nur aus der Schweiz, aus Norwegen und Italien, sondern auch aus Kanada erhalten“, berichtet der Ordnungsamtsleiter. Der hat auch die Zahl der Wahlberechtigten in Rotenburg parat: 17 536 bei der Landtags- und 17 538 bei der Bundestagswahl.

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